Knochen-Zysten OP-Abwägung

Diagnose und Op-Abwägung bei Knochen-Zysten

Wie kann man ein intra- ossäres Ganglion beispielsweise in den Handwurzelknochen diagnostizieren?
Manchmal entdeckt man Knochenzysten zufällig auf Röntgenbildern des Handgelenkes, die aus ganz anderen Gründen (zum Beispiel nach einem Sturz) angefertigt wurden. Nicht selten verursachen jedoch größere Knochenzysten (intraossäre Ganglien in der Handwurzel) auch Handgelenksschmerzen. In Einzelfällen können diese Beschwerden ganz erheblich sein.

Ein Kernspintomogram  (MRT) ist gerade bei Ganglion im Mondbein sehr sinnvoll. Es erlaubt eine präzise Unterscheidung zwischen Knochen-Zyste und Mondbeintod.

MRT_Ganglion_Lunatum

große Mondbeinzyste im Mondbein (Darstellung im MRT)

Die Abb. (roter Pfeil) zeigt eine MRT – Aufnahme bei einer einzelnen Mondbein-Zyste.
(Lunatum-Zyste)

Muss denn beispielsweise eine Knochenzyste immer entfernt werden?
Nein. Besonders kleinere Knochenzysten sind ein häufig anzutreffender Zufallsbefund, der keinerlei operative Behandlung erforderlich macht. Bei großen Zysten  – besondere jenen die Beschwerden machen – ist eine Operation erwägenswert. Auch jene Zysten, die bereits den Knochen in erheblichen Umfang von innen her zerstört haben, sollten operativ entfernt werden, da in diesem Falle eine Fraktur droht.

Warum sollte in solch einem Fall operiert werden?
Dies kann zum einen auf Grund der störenden Beschwerden notwendig sein. Zum anderen kann es auch einmal eine diagnostische Unsicherheit geben. Wie bereits erwähnt, ist die Diagnose eines intra-ossären Ganglions allein auf Grunde des Röntgenbildes nur zu vermuten, nicht sicher zu diagnostizieren.

Was kann denn hinter einer Knochen-Zyste in der Handwurzel sonst noch stecken?
Eine Knochen-Zyste kann beispielsweise im Mondbein und auch im Kahnbein einmal einem Enchondrom entsprechen. Enchondrome sind gutartige Knochengeschwülste, die zwar meist in der Mittelhand oder Fingerknochen vorkommen, aber in Ausnahmefällen auch einmal einen Handwurzelknochen betreffen können. Zum Beispiel das Kahnbein oder das Mondbein. In solch einem Fall ist die operative Ausräumung notwendig, um das Weiterwachsen der Enchondrome zu verhindern.

Wenn die Enchondrome größer werden, können sie zum Zerbrechen des Knochens führen (Pathologische Fraktur)

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