Heparin Spritze: Injektion durch den Patienten

Heparin selbst spritzen: So wird es richtig gemacht!

Wie führe ich die Selbstinjektion mit der Heparin – Spritze denn nach Desinfektion der Haut konkret durch?

Blaue_Flecken_Heparin

blaue Flecken nach Heparin-Injektionen

ausgedehnte blaue Flecken um den Bauchnabel nach Selbst-Injektionen von Heparin sind oft Folge einer unzureichenden Injektionstechnik.

Im gezeigten Fall erfolgten zu vielen Injektionen mit Heparin immer wieder an den nahezu gleichen Stellen der Bauchdecke.

Um sicher zu gewährleisten, dass die Spritze auch richtig in der Fettschicht ankommt, sollte man wie folgt vorgehen:

Nadelspitze_Heparin

fertige Heparin-Spritze

Nach durchgeführter Hautdesinfektion nehme man die Fertigspritze und halte sie schräg nach oben. Dann ziehe man die Schutzkappe ab.
Sollte hier ein kleiner Tropfen der Heparinlösung an der Nadelspitze hängen, schüttele man diesen unbedingt ab, da sonst Blutergüsse in der Haut entstehen.

Heparin_Subkutan

Injektion des Heparins in die Fettschicht unter der Haut

Der Rechtshänder halte die Spritze mit der rechten Hand.

Mit der linken Hand wird nun eine Falte in der Bauchdecke gebildet
(vergleichen sie Abbildung)

Führung der Nadel bei Injektion von Heparin

Richtiges Führen der Heparinspritze

Wichtig ist nun, dass man die Nadel senkrecht durch die Haut in das Fettgewebe der Bauchdecke hinein führt.
Dann drücke man langsam das Heparin aus der Spritze . Hierzu wird mit dem Daumen der Spritzenkolben (Pfeil) gedrückt bis die Spritze leer ist.
Dabei ist es wichtig den gesamten Inhalt der Fertigspritze wirklich unter die Bauchdecke zu spritzen und anschließend die Nadel herauszuziehen.

Es sei noch darauf hingewiesen, dass an der vorgesehenen Einstichstelle die Bauchdecke zwischen Daumen und Zeige- und Mittelfinger angehoben wird. Die sich hier bildenden Falte soll nicht gepresst werden.

Nach der Injektion der Heparinspritze:

Was ist nach der Injektion zu beachten?
Ganz wichtig: die Heparin-Spritze und die Nadel sachgerecht zu entsorgen.

Entsorgung der Heparinspritze nach Selbstinjektion

Entsorgung der Heparinspritze

Bitte bedenken sie, Spritzen wirken auf Kinder wie ein Spielzeug und haben eine magische Anziehungskraft.

Sie sollten hier bedenken, dass durch winzige an der benutzten Nadel hängende Blutspuren von ihnen auf andere Menschen Krankheiten übertragen werden können

z.B.  Hepatitis!

Um dies sicher zu vermeiden sollten sie die Spritze in einem verschließbaren Behälter entsorgen.

An wie vielen Tagen muss die Heparin – Spritze ausgeführt werden?
Diese Frage kann nur ganz individuell ihr Arzt beantworten. Der Arzt wird sich hier an ihrem individuellen Thromboserisiko orientieren.
Bei Menschen, die nach einem Unfall eine Ruhigstellung, beispielsweise des Beines im Gips erdulden müssen, wird man die Heparin – Spritze so lange durchführen müssen, bis das verletzte Bein wieder so beweglich ist, dass kein erhöhtes Thromboserisiko besteht.

Kann man auch trotz durchgeführter Heparintherapie (z.B. Selbstinjektion-) dennoch eine Thrombose erleiden?
Ja, dies ist möglich. Die Heparin – Spritzen, die man sich selbst unter die Bauchhaut oder unter die Haut der Vorderseite des Oberschenkels spritzt, senken deutlich das Thromboserisiko. Sie machen eine Thrombose jedoch nicht unmöglich.
Wenn sie beispielsweise an Krampfadern leiden, ist man besonders anfällig für Thrombosen. In den oberflächlichen Venen merkt man eine Thrombose an einer schmerzhaften Überwärmung und Rötung im Bereich einer Krampfader. Drückt man auf solch eine Stelle, so löst dies stärkere Schmerzen aus. In solch einer Situation sollte man unverzüglich ärztlichen Rat einholen.

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