Achillessehne OP-Risiken

Operationsrisiken bei Naht der Achillessehne

Welche Risiken bestehen bei der operativen Therapie?
Das häufigste Risiko bei einer operativen Therapie des Riss der Achillessehne ist die Wundheilungsstörung.

Hierbei können oberflächliche Störungen der Wundheilung durch lokale Maßnahmen wie Verbände oder vorzeitiges Entfernen von Fäden und der zusätzlichen Gabe von Antibiotika beherrscht werden.

Narbe nach Naht der Achillessehne

Narbe nach einer Operation an der Achillessehne

Die Spätfolge einer solchen – rein oberflächlichen Wundheilungsstörung – besteht meist in einer verbreiterten und anders pigmentierten Narbe

 

Ist auch eine (tiefe) Infektion möglich?
Ja, besonders tiefe Infektionen der Weichteile und der Sehne sind gefürchtet. Dies kann dazu führen, dass ein größerer Weichteildefekt im Bereich der ehemaligen Operationsstelle entsteht und die genähte Sehne durch den Infekt wieder zerstört wird. Eine Nachoperation bei tiefem Weichteilinfekt ist häufig notwendig.

Wie verhält sich die Narbe nach einer operativen Behandlung des Achillessehnenrisses?
Die meisten Narben heilen nach etwa sechs bis zwölf Monaten soweit ab, dass sie äußerlich nur noch als weiße Narbe zu erkennen sind. Gelegentlich ist die Narbe jedoch sehr lange empfindlich, gerötet und schmerzt. Auch instabile Narben, die das Tragen normalen Schuhwerks behindern, können in Einzelfällen beobachtet werden.

Sind auch weitere Komplikationen möglich?
Ja, eine weitere Komplikation ist beispielsweise die Verletzung eines Nervs. Am seitlichen Rand der Achillessehne (hinter dem Außenknöchel) verläuft ein recht wichtiger Hautnerv.  Dieser Nervus suralis kann geschädigt werden. Dies führt zu einem Gefühlsausfall an der Außenseite des Fußes. Oft auch zu elektrisierenden Beschwerden (Neuromschmerzen) an der Verletzungsstelle.

seltene Komplikationen bei Operation der Achillessehne

Verlauf der Nerven und Blutgefäße zwischen Achillessehne und Innenknöchel

Eine noch schwerwiegendere Komplikation bei der Naht der Achillessehne (blauer Pfeil) wäre die Verletzung des eines großen Nerven (Nervus tibialis) und oder der Arteria tibialis posterior (roter Pfeil)

Diese großen Nerven und Gefäße liegen jedoch recht weit von der Achillessehne entfernt, so dass diese Risiko ausgesprochen klein ist.

Kann die Achillessehne nach einer operativen Naht wieder reißen?
Ja, sowohl bei konservativer als auch bei operativer Therapie ist dies möglich. Allerdings ist die Quote der  erneuten Ruptur nach den meisten Studien bei der operativen Behandlung geringer. Je nach Verfahren und Studie schwankt die Quote der erneuten Achillessehnenruptur zwischen 0,4 und 10 % nach einer Operation.

Wie kann man einem Achillessehnenriss vorbeugen?
Vor jeder sportlichen Aktivität sollte man durch entsprechende Fußbewegungen die Achillessehne strecken und den Wadenmuskel durch einige einfache Aufwärmübungen auf die zu erwartende Sportbelastung vorbereiten. Wichtig ist auch regelmäßig ein kontinuierliches Maß an sportlicher Aktivität aufrecht zu erhalten. Hier sind besonders jene Freizeitsportler gefährdet, die nach längerer Sportpause (zum Beispiel Reha-Sport) plötzlich wieder körperlich sehr aktiv werden.

 

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