Knochen-Zysten Operation

Operation von Knochen-Zysten

Wie wird denn im Falle einer Operationsentscheidung konkret bei der Operation vorgegangen?
Das Handgelenk wird hierbei durch einen queren oder manchmal auch längs gestellten Schnitt freigelegt. Die Handgelenkskapsel wird eröffnet, dann wird der betreffende Knochen – zum Beispiel das Mondbein oder das Kahnbein – aufgesucht. Sollte im Einzelnen dies einmal schwierig sein, kann in der Operation auch eine Durchleuchtung hilfreich sein, dann wird mit einem kleinen Bohrer der Knochen aufgebohrt.

Trifft man auf das Ganglion, (die Knochen-Zyste)  so entleert sich meist durch das Bohrloch Flüssigkeit.

Die Abb. zeigt die Operations-Wunde unmittelbar nach dem Wundverschluss mit Nähten.

Op Knochen Zyste

Operationswunde kurz nach Entfernung einer Knochenzyste

Die kleine Drainage wird in den ersten Tage nach der Operation entfernt. Sie dient dem Ablauf von Blut in den ersten Stunden und Tagen nach der Operation.

 

 

 

Genügt das denn als Therapie zur Beseitigung der Knochen-Zyste?
In manchen Fällen ist der betreffende Handwurzelknochen (zum Beispiel das Kahnbein oder das Mondbein) von einer großen Zyste befallen. In diesem Fall muss der Zugang in den Knochen erweitert werden und die Ganglionwand aus dem Knochen herausgezogen werden. In anderen Fällen findet sich keine Ganglionwand im Knochen, sondern lediglich ein Hohlraum im Knochen, der mit Flüssigkeit gefüllt ist.

Was geschieht mit dem Hohlraum im Knochen?  Muss dieser Hohlraum im Knochen aufgefüllt werden?
Ist der Hohlraum im Knochen sehr groß und ist durch den Hohlraum (die Knochenzyste) die Stabilität des Knochens gefährdet, so empfiehlt es sich diesen Hohlraum aufzufüllen.

Wie wird dies konkret gemacht?
Knochengewebe wird in solchen Fällen aus der Speiche entnommen. Dies ist bei nicht all zu großen Zysten möglich. Besonders bei jüngeren Menschen hat der Unterarmknochen – Speiche – genügend überschüssigen Knochen, so dass hier der Knochen entnommen und dann in die Lücke im Handwurzelbereich aufgefüllt werden kann.

Sollte des nicht möglich sein, so steht als Alternative die Entnahme vom Knochen aus dem  Beckenkamm zur Verfügung. Dort findet man besonders reichhaltig und besonders gut durchbluteten Knochen, der auch in der Handwurzel sehr rasch einwachsen kann.

Als zusätzliche Alternative kann die Auffüllung einer Zyste auch mit einem künstlichen Knochen (zum Beispiel Endobon) – vorgenommen werden. Dieser sogenannte künstliche Knochen hat zu mindestens einige Eigenschaften, die auch dem natürlich Knochen entsprechen. Insgesamt ist jedoch in der Qualität nicht so gut wie beim natürlicher Knochen. Anderseits entfällt bei Verwendung eines künstlichen Knochens die Entnahmestelle an der Speiche oder gar am Beckenkamm.

Welche Narkose ist für die Operation Entfernung einer Knochenzyste im Bereich des Handgelenkes erforderlich?
Bei Entfernen eines intra-ossären Ganglions verwendet man meist eine Betäubung des Armnervengeflechtes (Plexusanästhesie). Bei dieser Betäubung wird der gesamte Arm schmerzfrei und gelähmt, die Betäubung hält viele Stunden auch meist über die Operation an.

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