Venenthrombose Untersuchungen

Technische Untersuchungen bei Verdacht auf tiefe Venenthrombose:

Gibt es einen Laborbefund, der eine Thrombose beweist oder ausschließt?

Eine Laboruntersuchung die absolut sicher eine Thrombose beweist oder ausschließt gibt es leider nicht.

Dennoch gibt es eine wichtige Laboruntersuchung, mit der man recht guter Zuverlässigkeit abschätzen kann, ob eine Thrombose vorliegt.

Um welche Laborbestimmung handelt es sich dabei?

Bei der Blutuntersuchung werden D-Dimere untersucht. D-Dimere entstehen beim Zerfall eines bestimmten Gerinnungsfaktors (dem Fibrin).

Die Bestimmung der D-Dimere ist sehr gut geeignet, eine Thrombose auszuschließen. Bei einem normalen Wert der D-Dimere ist eine tiefe Venenthrombose recht unwahrscheinlich.

Allerdings erweist ein erhöhter Wert der D-Dimere keinesfalls eine Thrombose. Erhöhte Werte der D-Dimere findet man auch bei Entzündungen, nach Operationen, nach Verletzungen, bei ausgedehnten Tumoren oder auch in der Schwangerschaft.

Kann man eine Thrombose im Ultraschall erkennen?

Die Ultraschalluntersuchung (B-Bild-Sonographie) ist für den Nachweis einer Thrombose die Methode der Wahl.

Das Prinzip ist sehr einfach zu verstehen. Der Kopf der Ulktraschallsonde wird über die durch den Thrombus verschlossene Vene geführt. Eine gesunde Sehne lässt sich durch leichten Druck mit der Ulktraschallsonde verschließen. Im Bereich eines Blutgerinnsels (Thrombus) kann durch leichten Druck das Gefäß nicht verschlossen werden. Dies kann im Ultraschallbild gesehen werden.

Macht die Anfertigung eines Röntgenbildes bei Verdacht auf eine Venenthrombose Sinn?

Eine Röntgenaufnahme des Beines bildet die im Bein befindlichen Knochen ab. Mit einer normalen Röntgenaufnahme kann eine Thrombose nicht dargestellt werden. Gänzlich anders verhält es sich jedoch, wenn die Venen mit einem Kontrastmittel angefertigten werden. Hierfür spritzt der Röntgenarzt in eine Vene am Fuß ein Kontrastmittel. Beim Abschluss des Kontrastmittels in Richtung Bein und Becken werden Röntgenaufnahmen angefertigt. Bei dieser als Phlebographie bezeichneten Untersuchungsmethode können Venenthrombosen gut dargestellt werden.

Die Phlebographie (Kontrastmitteldarstellung der Sehnen) erlaubt den gesamten Verlauf der Venen bis in den Bauchraum darzustellen. Allerdings ist das Verfahren aufgrund der Notwendigkeit einer Infusion mit einem Kontrastmittel für den Patienten ungleich belastender als eine Sonographie (Ultraschalluntersuchung). Einzelne Patienten reagieren auf das Röntgenkontrastmittel auch mit einer Allergie.

 

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