Sulcus ulnaris: OP-Risiko

Sulcus ulnaris Syndrom: Operationsrisiko

Hat die Methode der endoskopischen Spaltung des Cubitaltunnel-Syndroms (Sulcus ulnaris Syndrom) nicht ein hohes Risiko, dass der Ellennerv verletzt wird?
Zum jetzigen Zeitpunkt ist diese Frage sicherlich noch nicht abschließend zu beantworten, da es sich bei der endoskopischen Spaltung des Cubitaltunnels um eine relativ junge Technik handelt, die bisher noch nicht flächendeckend eingeführt ist.

Andererseits zeigen bisherige Resultate größerer Operationsserien, dass hier der Nervus ulnaris zuverlässig geschont werden kann. Auch die Operationstechnik- wenn sie denn korrekt ausgeführt wird- lässt den Ellennerv (Nervus ulnaris) während jedes Schrittes der Operation klar erkennen, sodass Verletzungen dieses  Nervs bei entsprechender Erfahrung des Operateurs  vermeidbar sind.

UlnarisdurchtrennungDie Durchtrennung des Nervus ulnaris  (hier ein Operationsbild) ist eine schwerwiegende Komplikation, die zu einer erheblichen Funktionsminderung der Hand führt

In der Fettschicht am inneren Ellenbogen und am Unterarm verlaufen doch auch eine Reihe von Hautnerven. Sind diese Hautnerven denn nicht durch die endoskopische Technik einem hohen Verletzungsrisiko ausgesetzt?

Hautnerven, die im Fettgewebe verlaufen, sind zunächst einmal auch oder gerade bei offener Technik einem nicht unerheblichen Verletzungsrisiko ausgesetzt. Eine solche Verletzung eines Hautnerves führt im Bereich der Verletzungszone oft zu unangenehmen Missempfindungen und elektrisierenden Schmerzen.
Die endoskopische Technik hat in der frühen Phase der Einführung diese Nerven nicht verletzt, öfters aber etwas überdehnt, sodass es vorübergehend zu einem geminderten Hautgefühl am Unterarm kam, das sich jedoch nach einiger Zeit wieder erholte.
Bei richtig durchgeführter endoskopischer Spaltung des Cubitaldaches (Gewebeschicht, die den Ellennerven bedeckt) sind die in der Fettschicht des inneren Ellenbogens und am Unterarm verlaufenden Hautnerven eher weniger gefährdet, als bei offener Technik.

Besteht ein hohes Nachblutungsrisiko?
Nein, auch bei endoskopischer Operation des Sulcus ulnaris- Syndroms (Cubitaltunnel- Syndroms) können kleine Blutgefäße mit einer kleinen Pinzette gefasst und zuverlässig verschlossen (koaguliert) werden. Hoffmann hat bei einer Serie von über 200 operierten Patienten oberflächliche Hämatome (solche, die sich nach einiger Zeit selbst resorbieren) in etwa 5 % der Fälle beobachtet.

Ist bei einer lange bestehenden Kompression des Ellennerven im Sulcus nach der endoskopischen Therapie die Erholung des Ellennerven sicher?
Nein. so etwas wie eine Garantie auf Nervenerholung kann kein Arzt geben. Der operierende Chirurg kann lediglich den Druck vollständig von geschädigten Nerven wegnehmen. Die Erholung des Nerven kann nur die Natur bewerkstelligen.

Hier gilt als Faustformel: Je länger ein Nervendruck bestand und je höher gradiger dieser Nervendruck war, desto schlechter sind die Erholungsmöglichkeiten des Nerven.

Welches Operationsrisiko besteht noch?
Die Aufzählung der Operationsrisiken kann immer nur individuell erfolgen! Generell gilt jedoch auch für die endoskopische Behandlung des Sulcus ulnaris Syndroms, das es an der Wunde zu Infekten oder zu Störungen der Wundheilung kommen kann.

Sulcus Ulnaris (Druckschädigung Nervus Ulnaris):    1    2    3    4    5    6

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