Port Einpflanzung Risiken

Risiken der Port-Einpflanzung (Port-Implantation)

Kann es bei der Port-Einsetzung zu einer Infektion kommen?
Ja. Prinzipiell kann es nach jeder Operation zu einem Infekt im Operationsgebiet kommen. Infektionen sind jedoch immer dann besonders problematisch, wenn künstliche Teile in den Körper eingesetzt wurden. Das ist ja bei einer Port-Einpflanzung der Fall.

Wie erkennt man einen Infekt nach Port-Operation?
Wenig Tage nach der Operation rötet sich die Wunde. Es kommt im Operationsgebiet zu Schwellung und wieder stärker werdenden Schmerzen.

BlutstromAuch wenn der Silkonschlauch des Port-Systems in einem herznahen Blutgefäß recht klein ist, (blauer Pfeil), können sich an der Spitze des Schlauches (des implantierten Portes) Bakterien ansiedeln oder auch Blutgerinnsel bilden.

Die Abb. zeigt die Grafik eines von innen her betrachteten Blutgefäßes.
Die Spitzes des Katheters ist reichlich von roten und weißen Blutkörperchen umflossen.

Wird neben dem Operationsgebiet in dem die Port-Kammer eingesetzt wurde auch der Silikonschlauch (Katheter-Spitze) von Bakterien befallen, so können diese Bakterien sich auf die Herzinnenhaut oder auf Herzklappen übertragen und diese schädigen. Fieber und Schüttelfrost (septische Temperaturen) treten dann auf.

Was ist im Falle einer Infektion zu tun?
Immer dann, wenn die Infektion nicht ganz oberflächlich auf die Operations-Wunde begrenzt ist, muss erneut operiert werden. Dabei wird das gesamte implantierte Port-System entfernt und zusätzlich erfolgt eine hochdosierte Antibiotika-Behandlung. Bei dieser seltenen – aber schwerwiegenden – Komplikation – wird eine Stationäre Behandlung vorgenommen.

Kann es auch zu schwerwiegenden Blutungen kommen?
Auch dies ist selten aber möglich. Schwerwiegende Blutungen können durch direkte Schädigung von im Operationsgebiet verlaufenden Blutgefäßen entstehen. Besonders wenn die Vene unter dem Schlüsselbein zu klein für die Aufnahme des Silikonschlauches ist und statt dessen eine Halsvene genommen werden muss, ist das Risiko einer schwerwiegenden Blutung höher.

Kann man selbst etwas tun, um das Blutungs-Risiko niedrig zu halten?
Ja. Sprechen Sie unbedingt mit dem behandelnden Arzt ab, welche Medikamente in der Vorbereitungsphase zu Operation nicht genommen werden dürfen. (Operations-Vorbereitung)
Besonders Medikamente, die die Blutgerinnung beeinflussen erhöhen das Risiko einer Blutung in und nach der Operation.

Folgende Medikamente, die die Blutgerinnung verzögern, werden besonders häufig eingenommen: (die Aufzählung ist nicht vollständig!)
ASS 100®
Aspirin®
Plavix®
Iscover®
Marcumar®

Setzten Sie diese Medikamente jedoch niemals einfach selbständig ab. Solche „blutverdünnenden“ Medikamente werden zwar öfters „nur“ zur Vorbeugung verordnet; oft kommt ihnen jedoch eine lebenswichtige Bedeutung zu.

Kann es bei der Port-Operation auch zu Thrombosen und Embolien kommen?
Besonders bei schwerkranken Menschen die sich an den Tagen nach der Operation wenig bewegen besteht ein Risiko, dass sich in den Beinvenen Thrombosen (Blutgerinnsel) entwickeln. Solche Blutgerinnsel können sich aus den Venen lösen und in die Lunge verschleppt werden. (Lungen-Embolie)
Aber auch wenn der Port lange liegen bleibt, können sich um den Schlauch in seltenen Fällen Blutgerinnsel bilden, die über den Blutstrom verschleppt werden. In solchen Fällen muss der Port auch unverzüglich operativ entfernt werden.

Kann ist im Rahmen der Operation auch zu stärkeren Allergien kommen?
Ja. Zum einen können Allergien auftreten auf Medikamente, die im Rahmen der Narkose verabreicht werden. (Sowohl bei Vollnarkose als auch bei örtlicher Betäubung). Aber auch Allergien auf Schmerzmittel oder Antibiotika, die im Rahmen der Port-Operation gegeben werden sind möglich.
Allergien auf im Port-System verwendete Stoffe sind bei den heutigen Materialien selten.
(Hinweis: die Aufzählung der Risiken ist nur orientierend. Ein genaue Risikoabwägung kann im Einzelfall nur in einem Gespräch zwischen dem Betroffenen und dem operierendem Chirurgen erfolgen.)

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