Port Einpflanzung Gründe

Übersicht: Port-Einpflanzung (Port-Implantation)

Wann ist die Einpflanzung eines Ports zu erwägen?
Im Grunde sollte eine Port-Einpflanzung immer dann erwogen werden, wenn über einen langen Zeitraum häufige Infusionen notwendige werden.

Operationsbild bei Implantation eines Ports

Der Operateur beim Einsetzen eines Ports.

Die Abb. zeigt ein Operation-Foto beim Einsetzen eines Ports.

Der Port hat zwei wesentliche Bestandteile:

  1. Die Kammer (roter Pfeil) die unter die Haut gesetzt wird.
  2. Der Silikonschlauch, dessen hier sichtbares Ende (blauer Pfeil) mit der Port-Kammer verbunden ist und dessen nicht sichtbarer Teil  ein etwa 20 cm langer Silikonschlauch, der  in einer großen Vene liegt.

Eine Notwendigkeit zur Einpflanzung eines Ports besteht bei langfristiger „Ernährung“ über eine Vene und ganz besonders bei der Infusion von Zytostatika. (Medikamente, die z.B. bei einer Krebstherapie die Zellteilung verlangsamen)

Was sind Zytostatika?
Zytostatika müssen bei vielen Tumor-Erkrankungen verabreicht werden. Man nennt dies auch Chemotherapie. Viele Zytostatika müssen über einen längeren Zeitraum über eine Vene dem Körper zu geführt werden. Zytostatika hemmen oder verlangsamen die Zellteilung.

Ist dies denn nicht mit Hilfe einer Venenpunktion und einer anschließenden Infusion möglich?
Viele Krankenhauspatienten erhalten doch auch solche Infusionen.
Das ist zwar richtig, aber der „durchschnittliche“ Krankenhauspatient erhält diese Infusionen meist nur wenige Tage (z.B. in den ersten 3 Tagen nach einer Operation). Hingegen müssen Zytostatika oft über Monate oder noch länger verabreicht werden.
Gerade bei der Infusion von Zytostatika in einer dünne Armvene besteht auch die Gefahr, dass die Venenwand gereizt wird und es zu einer lokalen Venenentzündung kommt.

Thrombo Phlebitis an der Hand nach einer Infusion

entzündete Vene nach einer Infusion

Entzündungen an Venen im Hand- und Armbereich sind eine häufige unliebsame Begleiterscheinung, wenn Zytostatika über eine dünne Vene dem Körper zugeführt werden.

Im schlimmsten Fall kann es sogar – wenn die Infusion neben die Vene läuft – zu schweren Gewebeschäden am Arm (an der Infusionsstelle kommen.
Alle diese Probleme und Gefahren können durch Einpflanzung eines Ports (Port-Implantation) gemieden werden!

Port mit Kammer

Port mit Kammer zur Aufnahme von Infusionsflüssigkeiten

Die Abb. zeigt die Kammer des Port-Systems. Die Kammer liegt dicht unter der Haut.

Die Kanüle der Spritze muss jetzt keine dünne Vene mehr treffen, sondern die große Kammer. Die Spritze durchsticht die Haut und die Silikonmembran der Kammer.

(Zwischen den roten Pfeilen gelegen)

 

 

Port im Röntgenbild

Implantierter Port zur Infusionstherapie

Die Abbildung zeigt das Röntgenbild nach der Implantation eines Ports. Der rote Pfeil markiert die Kammer, in die nunmehr leicht punktiert werden kann und die nach der Punktion Infusionslösungen aufnehmen kann. Der blaue Pfeil markiert den Silikonschlauch über den die Infusionslösung in eine großen Vene fließt, die direkt zum Herzen verbunden ist.

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