Plexusanästhesie Vorgehensweise

Durchführung der Plexusanästhesie (Armbetäubung)

Wo befindet sich die Einspritzstelle für die Plexusanästhesie?
Der Armplexus kann an mehreren verschiedenen Stellen durch eine Injektionsnadel erreicht und so eine Betäubung des Armes durchgeführt werden.
Die häufigste Plexusanästhesie ist wohl von der Achselhöhle aus; hier injiziert der Arzt ein Betäubungsmittel in die Achselhöhle.

Die häufigste Injektionsstelle bei der Armbetäubung (Plexus) ist die Achselhöhle.

Plexus_Axilla

Plexusanästhesie in der Achselhöhle

Für Eingriffe an Hand, Unterarm und Ellenbogen reicht eine Injektion im Bereich der Achselhöhle

Andere Injektionsstellen liegen:

  • unterhalb des Schlüsselbeines,
  • oberhalb des Schlüsselbeines,
  • im Bereich der vorderen Halsmuskulatur

Die Injektionsstelle ist nicht ganz willkürlich zu wählen. Für Eingriffe an Hand, Unterarm und Ellenbogen reicht eine Injektion im Bereich der Achselhöhle; für Eingriffe im Bereich des körpernahen Oberarmes oder der Schulter sind höhere Injektionsstellen erforderlich (oberhalb des Schlüsselbeines oder im Bereich der vorderen Halsmuskulatur).

Nerven_Plexus

Möglichkeiten der Injektionsstellen bei Plexusanästheise

Alle in nebenstehender Abb. mit blauem Pfeil markierte Stellen werden für eine Armbetäubung benutzt:

Welche Injektionsstelle im Einzelfall optimal ist, kann jedoch nur der erfahrene Narkosearzt nach einer Untersuchung bestimmen. So kann z.B. eine starke Vernarbung in der Achselhöhle oder eine Entzündung in diesem Bereich eine Injektion an dieser Stelle verbieten.

Welche Medikamente werden zur Betäubung des Armes (Plexusanästhesie) angewendet?
In der modernen Medizin stehen dem Arzt eine Vielzahl bewährter Lokalanästhetika zur Verfügung. Allen Lokalanästhetika ist gemeinsam, dass sie eine vorübergehende Blockade der Nervenleitung verursachen. Die meisten Menschen haben Lokal-Anästhetika bereits im Rahmen der Zahnheilkunde injiziert bekommen.

Ist der Einstich mit der Injektionsnadel z.B. in der Achselhöhle nicht sehr unangenehm?
Sicherlich verspürt man bei dieser Anästhesie-Form einen unangenehmen Einstich. Kommt die Nadel einem der Nervengeflechte nahe, spürt man zudem auch kurzzeitig ein unangenehmes „Elektrisieren“.

Wie findet der Arzt unter der Haut das Nervengeflecht?
Der Arzt orientiert sich hierbei an bekannten und gut tastbaren anatomischen Strukturen. So kann bei einem schlanken Menschen die Schlagader in der Achselhöhle gut getastet werden. Mit dem Wissen, wie die Nervengeflechte zu der Schlag-Ader liegen, lässt sich dann die Nadel gut in Richtung des Nervengeflechtes (Plexus brachialis) führen.

Bild eines Nervenstimulator bei Plexusanästhesie

Messen der Nervenimpulse bei Plexusanästhesie

Manchmal ist es jedoch auch erforderlich, einen Nervenstimulator zu verwenden. (Abb.)

Hierbei werden winzige Stromimpulse ausgesandt. Nähert sich dann die Nadel, die mit dem Nervenstimulator verbunden ist, dem Nervengeflecht, so kommt es zu Muskelzuckungen, die die richtige Lage der Nadel anzeigen.

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