Plexusanästhesie Nachwirkungen

Vorbereitung und Nachwirkungen der Plexusanästhesie

Kann man vor einer Plexusanästhesie noch essen und trinken?
Bei geplanten Eingriffen sollte man bis zu sechs Stunden vor der Anästhesie nicht mehr essen, nicht mehr trinken und auch nicht mehr rauchen. Bitte, fragen Sie jedoch in Ihrem Einzelfall Ihren behandelnden Arzt.
Kurz vor der eigentlichen Anästhesie können benötigte Tablette oder Medikamente, die für die Narkose selbst gebraucht werden, mit etwas Wasser eingenommen werden.
Welche Medikamente kurz vor der Anästhesie eingenommen werden müssen, sollten Sie unbedingt in einem vorbereitenden Gespräch mit dem Narkosearzt abklären. Hierbei sollte auch bestimmt werden, wann diese Medikamente genau einzunehmen sind.

Nach welcher Zeit tritt die Wirkung der Injektion ein?
In sehr vielen Fällen ist bereits nach 15 – 30 Minuten der Arm gefühllos und auch besser durchblutet (er fühlt sich warm an). Der Patient selber merkt den Wirkungseintritt der Plexusanästhesie besonders gut dann, wenn er versucht, den Arm hoch zu heben und merkt, dass der Arm nicht mehr willkürlich gehoben oder sonst wie bewegt werden kann.

Wie lange hält die Betäubung an?
Dies ist je nach verwendetem Medikament sehr unterschiedlich. Je nach Länge des zu erwartenden Eingriffs wird der Narkosearzt eventuell unterschiedliche Lokalanästhetika verwenden. Somit kann eine Plexusanästhesie oft auch noch mehrere Stunden über die eigentliche Operation hinaus anhalten.
(Aus der Sicht des Handchirurgen ist dies vielfach auch sehr wünschenswert, da der Patient in dieser Zeit keinerlei Schmerzen hat und viele Narkoseärzte in dieser Zeit bereits ein Essen und Trinken erlauben).

In dieser Zeit sollten Sie jedoch unbedingt beachten, dass bei vielen Operationen im Hand- und Unterarmgebiet nach der Operation eine Gipsschiene angelegt wird. Der gefühllose und gelähmte Arm kann bei Unachtsamkeit sehr leicht aus dem Bett oder aufs Gesicht fallen. Hier bei kann man sich durchaus unangenehm verletzen.

Was ist nach der Plexusanästhesie zu beachten?
Zunächst einmal sollte der Patient wissen, dass die Betäubung noch viele Stunden nach dem Eingriff anhalten kann und dies kein Grund zur Sorge darstellt; ganz im Gegenteil, dies ist wünschenswert, da in diesem Zeitraum noch keine operativ bedingten Beschwerden bestehen.
Wichtig ist, dass in der Phase der Rückbildung der Anästhesie zunächst Schulter- und Oberarmmuskeln wieder funktionieren. Dies führt dazu, dass man den Arm anhebt, jedoch die Streckung im Ellenbogen noch nicht kontrollieren kann.

Bei unvorsichtiger Hebung des Armes kann es passieren, dass der Arm einem aufs Gesicht schlägt und man sich hierbei Verletzungen zuzieht.

Kann die Plexusbetäubung ambulant vorgenommen werden?
Ja. Die Plexusbetäubung wird sehr häufig ambulant durchgeführt (die Entscheidung, ob ambulant oder stationär wird natürlich wesentlich auch durch den operativen Eingriff und die persönlichen Umstände mit bestimmt). Bei ambulant vorgenommener Operation und Plexusanästhesie sollte folgendes stets sicher gestellt sein:
Die unmittelbare Überwachung nach dem Eingriff erfolgt in Reichweite eines Arztes, am besten des Narkosearztes
Die Abholung des Patienten muss durch eine erwachsene Vertrauensperson erfolgen. Der Patient selbst kann mindestens 24 Stunden nicht selbst ein Auto lenken (im Einzelfall kann dies durch Verbände oder andere Medikamente wesentlich länger sein. Fragen Sie unbedingt Ihren Narkosarzt!

Ebenso sollte nach der Betäubung mindestens 24 Stunden lang keine verletzungsgefährdende oder verantwortungsvolle Tätigkeit ausgeführt werden. Auch diese Zeitspanne kann im Einzelfall durch Verbände oder andere Medikamente verlängert sein.

Nach der Plexusanästhesie sollten Sie mindestens 24 Stunden keinen Alkohol trinken und auch kein Beruhigungsmedikament einnehmen, das Sie zuvor nicht mit dem Narkosearzt abgesprochen haben.

Ist sonst noch etwas bei Durchführung einer ambulanten Anästhesie zu beachten ?
Achten Sie darauf, dass eine häusliche Betreuung durch eine verlässliche erwachsene Person für mindestens 24 Stunden gewährleistet ist und dass Sie telefonisch Kontakt mit dem behandelnden Anästhesisten oder mit einem Notarzt aufnehmen können, wenn folgende Situationen eintreten:

Erschwerte Atmung oder Schmerzen in der Brust, besonders auf der Seite, an der die Injektion stattgefunden hat,
bei stärkeren Halsschmerzen oder Störungen der Sprache oder Heiserkeit,
bei Auftreten von Fieber oder Schüttelfrost und unerklärlichen stärkeren Schmerzen an der Injektionsstelle, ebenso bei schwerer Übelkeit und Erbrechen

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