Finger-Betäubung nach Oberst

Übersicht: Fingerbetäubung

Was versteht man unter einer Fingerbetäubung nach Oberst?
Bei dieser Anästhesieform wird der Finger betäubt. Diese Anästhesieform wird in der Chirurgischen Praxis oder Ambulanz sehr häufig angewendet.

FingertumorBei der Entfernung kleinerer Tumore, aber auch Schnittverletzungen im Fingerbereich wird die Anästhesie nach Oberst häufig angewendet.

Bei der Versorgung kleinerer Schnittwunden im Bereich der Finger oder auch bei Entfernung von Warzen oder kleinen Fingertumoren.

Was wird bei der Anästhesie nach Oberst gemacht?
Bei der Anästhesie nach Oberst wird im klassischen Fall eine geringe Menge eines Betäubungsmittels an jede Seite des Fingergrundgliedes gespritzt.

Fingerbetauebungan den mit schwarzen Punkten markierten Stellen am Finger wird das Betäubungsmittel gespritzt

Die Spritze wird von der Streckseite aus gesetzt und langsam in Richtung Beugeseite neben den Knochen vorgeführt. Dabei wird langsam das Betäubungsmittel gespritzt, es fließt dann um den Nerv herum.



Wann tritt die Wirkung des Betäubungsmittels ein?
Meist ist der Finger nach wenigen Minuten taub.

Kann der Finger bewegt werden?
Ja. Die Muskeln, die den Finger bewegen, sitzen am Unterarm. Nur das Gefühl und die Schmerzleitung wird durch die Oberst’sche Anästhesie ausgeschaltet.

Wann klingt die Betäubung wieder ab?
In der Regel innerhalb von zwei bis drei Stunden. Sollte einmal eine Betäubung wesentlich länger anhalten oder gar nicht mehr der Finger gut durchblutet sein, sollte sofort der behandelnde Arzt aufgesucht werden.

Ist die Injektion bei der Oberst’schen Anästhesie recht schmerzhaft?
Die Oberst’sche Anästhesie wird von den meisten Patienten als recht unangenehm empfunden. Erfahrene Ärzte spritzen daher das Betäubungsmittel sehr langsam. Sie führen zunächst eine Betäubung der Streckseite des Fingers durch und spritzten erst dann ganz langsam das Betäubungsmittel in Richtung Beugeseite des Fingers. Hierdurch lässt sich der Schmerz meist relativ gut ertragen.

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