Neurom Schmerz

Schmerz bei Nervenknoten: Neuromschmerz

Entsteht dann mit dem Neurom auch ein Neuromschmerz?
Nein. Zahlreiche Nervenverletzungen sind für den Betreffenden ausschließlich an dem Verlust der motorischen und/oder Gefühlsfunktion zu bemerken. Besonders Nervenverletzungen tief in der Muskulatur zeigen vielfach keinen typischen Neuromschmerz.

Was ist denn das charakteristische des Neuromschmerzes?
Der Neuromschmerz wird von dem Betroffenen als ein oft sehr heftig elektrisierender Schmerz empfunden. Ausgelöst wird der Neuromschmerz oft schon bei Berühren oder leichtem Anstoßen jener Zone, die über dem Neurom liegt.

Warum entsteht dann in dem einen Fall ein Neuromschmerz und in dem anderen Fall entsteht kein Neuromschmerz?
Dies ist ein ungelöstes Rätsel in der Medizin. Aus klinischer Erfahrung weis man, dass bestimmte oberflächlich gelegene Hautnerven besonders häufig zu Neuromschmerzen neigen.

Dies sind der oberflächliche Radialisast am speichenseitigen Unterarm (oft verletzt bei Blutabnahmen, Infusionen oder bei Operationen einer de Quervain’schen Krankheit, am ellenseitigen Handgelenk ein Hautast des N. ulnaris. Dieser ist besonders gefährdet bei einer Handgelenksarthroskopie.

Neurom_Medianusin der Abb. ist ein Neurom (roter Pfeil) dargestellt.

Beachten Sie den Nervenknoten (Neurom) im Gegensatz zu dem normalen Nerven. (blauer Pfeil)

Am innen seitigen Ellenbogen liegen ebenfalls Hautnerven, die bei Operation eines Golferellenbogens oder bei der operativen Behandlung Sulcus ulnaris Syndroms geschädigt werden können.

Ein weiterer Hautnerv liegt mitten in der Ellenbeuge. Dort muss gelegentlich Blut abgenommen werden. Bei so einfachen Dingen wie eine Blutabnahme kann dieser Nerv versehentlich geschädigt werden und höchst unangenehme Neuromschmerzen verursachen.

Werden Neuromschmerzen auch im Bereich von Beinen oder Füßen beobachtet?
Ja. Selbstverständlich. Hier ist das Neurom des N. saphenus durch dickt. Der N. saphenus verläuft gemeinsam im Innenknöchel mit einer Vene. Diese Vene wird beispielsweise bei Krampfadernoperationen entfernt oder sie wird geplant entnommen zum Ersatz anderer Gefäße (z. B. bei einer Bypass-Operation am Herzen). Bei dieser Entnahme kann der N. saphenus verletzt werden und sehr unangenehme Neurome entstehen.

Des Weiteren können auch an der Außenseite des Fußes Neurome entstehen. Hier verläuft der N. suralis. Der N. suralis verläuft gemeinsam mit einer Venen, die für Krampfadern im außen seitigen Unterschenkelbereich verantwortlich ist. Bei dieser Krampfaderentfernung oder auch bei Verletzungen am Außenknöchel kann dieser Nerv geschädigt werden.

Muss die Schädigung des Nerven immer durch eine Verletzung erfolgen?
Nein. Ein Neurom (und damit ein Neuromschmerz) kann auch entstehen, durch einen äußeren Druck, wenn dieser sehr hochgradig ist oder länger anhält, kann auch der Nerv in seinem Verlauf unterbrochen werden und ein Neurom entstehen.

Ein besonders bekanntes Beispiel für eine Druckschädigung ist die Morton’sche Neuralgie. Was ist die Morton’sche Neuralgie:
Im Bereich des Vorfuß verlaufen sensible Hautnerven, die die Zehen mit Gefühl versorgen. Besonders bei Fehlformen des Fußes können diese Nerven beim Gehen oder Laufen unter Druck geraten und es entsteht ein Neurom. Häufig ist hierbei ein höchst unangenehmer elektrisierender Neuromschmerz zu beobachten, der das Gehen erheblich behindert.

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