Neurom Amputationsneurom

Amputationsneurom  (Nervenknoten Neurom nach Amputation)

Was versteht man unter einem Amputationsneurom?
Bei jedweder Amputation einer Gliedmaße, sei es nun ein Fingerteil, sei es der Daumen, die Hand Arm, Fuss, Bein….:

In jedem dieser Fälle kommt es zwangsläufig zur Durchtrennung von Nerven, die diese amputierten Teile mit Schmerznerven ausstatten. An der Nervenverletzungsstelle bildet sich zwangsläufig ein Neurom.

Ampution_FingerBei jeder Amputation – gleichgültig welche Gliedmaße – werden Nerven durchtrennt und es muss zur Entwicklung von Neuromen (Nervenknoten) im Bereich des Amputationsstumpfes kommen!

Und was verursacht nun den Neuromschmerz?
Auch für das Amputationsneurom gilt, das Neurom entsteht zwangsläufig.
Warum das eine Neurom zusätzlich ein höchst unangenehmer Neuromschmerz entwickelt, andere Neurom im Bereich des Amputationsstumpf aber völlig unempfindlich sind, ist im Grunde unbekannt.

So kennt man auch Situationen am teilamputierten Daumen oder Finger bei denen der Neuromschmerz beispielsweise nur auf einer Seite auftritt, während der andere der beiden Finger- oder Daumennerven völlig unauffällig ist.

Gibt es denn keine Anhaltspunkte für die Entstehung des Neuromschmerzes?
Für das Zustandekommen eines Neuromschmerzes scheint ein ungünstiger Amputationsstumpf mit starkem Narbengewebe und geringer Weichteildecke zu disponieren.

Kann man das Amputationsneurom durch eine operative Behandlung beseitigen?
Hier muss immer bedacht werden, dass das Wegschneiden des Neuroms relativ einfach ist. Es kann jedoch niemals verhindert werden, dass auch nach Wegschneiden des Neuroms das Neurom sich wieder bildet.
Es geht letztendlich bei der Therapie des Neuroms nicht um die Beseitigung des Neuroms, sondern um die Beseitigung (oder mindestens die Linderung) des Neuromschmerzes.

Welche Möglichkeiten gibt es hier bei der Amputation einer Gliedmaße?
Sehr wichtig ist es hier, dass der Amputationsstumpf – gleichgültig ob an der oberen und unteren Extremität – möglichst bald wieder bewegt und soweit wie möglich in den Alltag integriert wird.

Zeichnet sich die Entwicklung eines neuropathischen Schmerz  ab, so ist ein entsprechender Medikamenteneinsatz möglichst früh durchzuführen. Zusätzlich sind Desensibilisierungsprogramme bei Physiotherapeuten oder Ergotherapeuten sehr hilfreich, um den Amputationsstumpf und die Neuromzone abzuhärten.

Ist in diesem frühen Stadium eine Neuromverlagerung sinnvoll?
Jeder Amputationsstumpf ist zunächst einmal sehr empfindlich. Diese Empfindlichkeit dauert ein bis zwei Jahre. Erst wenn sich im Bereich des Amputationsstumpfes wieder eine Hornschicht gebildet hat, kann man von einem abgehärteten und angepassten Stumpf sprechen.

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