Supinatorsyndrom: Narkose

Narkose bei der Operation eines Supinatortunnelsyndroms

Welche Narkose ist für die operative Behandlung eines Supinatorsyndroms notwendig?
Prinzipiell kann der Eingriff entweder in Vollnarkose oder in einer vollständigen Betäubung des Armes vorgenommen werden.

Eine örtliche Betäubung ist nicht möglich?
Nein, eine örtliche Betäubung im Sinne eines Einspritzens von Betäubungsmittel an der Operationsstelle reicht bei Weitem nicht aus. Hier muss während der Operation der Blutfluss durch eine Blutleere abgesperrt werden. Diese Druckmanschette, (ähnlich wie eine Blutdruckmanschette) führt nach einigen Minuten zu einem schmerzhaften Druck. Dies macht es erforderlich, dass der ganze Arm betäubt wird.

Nerven_PlexusWelche regionale Betäubung wird denn hier meist angewendet?

Die meisten Ärzte führen die Operation des Supinatortunnels in einer Plexus- Anästhesie durch. Bei dieser Anästhesieform wird ein Betäubungsmittel an ein Nervengeflecht im Bereich der Achselhöhle gespritzt.
Eine Alternative ist eine Injektion im Bereich des Schlüsselbeines. Hier wird das Armnervengeflecht (der Plexus- brachialis) durch das Betäubungsmittel umspült und nach 20-30 Minuten ist meist der gesamte Arm betäubt.

Welche Narkoseform ist denn besser: Vollnarkose oder Plexusbetäubung?
Diese ist von verschieden Faktoren abhängig:

Zunächst ist für die Betäubung des Plexus am Arm ein Narkosearzt erforderlich, der mit dieser Narkoseform viel Erfahrung und Übung hat. Andernfalls besteht die Gefahr, dass die Betäubung nicht vollständig ist und man während der Operation noch Schmerzen empfindet.

Der Vorteil der Plexusanästhesie besteht jedoch darin, dass man auch viele Stunden über die eigentliche Operation hinaus keine Schmerzen im Arm fühlt. Die unangenehmsten Stunden nach der Operation sind eigentlich vorbei und der Operierte hat sie nicht einmal bemerkt.

Viele Patienten schätzen auch, dass sie kurz nach der Armbetäubung wieder essen und trinken können.

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