Rheumaknoten Therapie

Therapie der Rheumaknoten

Welche therapeutischen Möglichkeiten gibt es zur Behandlung der Rheumaknoten?
Im Grundsatz stehen zwei recht effektive Behandlungen zur Verfügung:
Es sind die Injektionen von Cortison in die Rheumaknoten und die operative Entfernung.

Wann wird denn eine Cortison-Injektion durchgeführt?
Immer dann, wenn der Rheumaknoten auf die Cortison-Injektion nicht anspricht, wenn der Rheumaknoten entweder kosmetisch oder funktionell stört, dann ist eine operative Entfernung zu erwägen.

Welche Risiken hat die Injektion mit Cortison?
Bei der Cortison-Injektion kann es zu Entzündungen im Rheumaknoten oder in der Nachbarschaft kommen. Dies macht dann eine notfallmäßige Operation erforderlich.
Besonders problematisch ist es, wenn Cortison-Injektionen in die Nähe von Sehnen gespritzt werden. Hier kann das Cortison die Struktur der Sehnen schwächen, und es kann zu Rissen der Sehne führen.

Riss der Achillessehne nach Cortison-Injektion bei Rheumaknoten

Achillessehne_Normalgerade in unmittelbare Nähe von Sehne – wie z.B. der Achillessehne sind Kortisoninjektionen in Rheumaknoten nicht unproblematisch:

Gelangt Kortison in das Sehnengewebe kann die Sehne auch schon bei leichter Belastung reißen!

Wie wird die operative Versorgung durchgeführt?
Die operative Entfernung des Rheumaknotens ist nicht immer ganz einfach. Gerade wenn beispielsweise auf der Greifseite der Hand oder auch an der Fußsohle Nerven und Gefäße durch den Rheumaknoten ziehen, müssen diese sehr sorgfältig, vor Entfernung des Rheumaknotens dargestellt, und durch den Rheumaknoten verfolgt werden.
Erst dann kann der Rheumaknoten entfernt werden. Hier sollte, gemeinsam mit dem Rheumaknoten, auch die von dem Rheumaknoten durchsetzte Haut mit entfernt werden.

Rheumaknoten Operation

Operation eines Rheumaknotens an der Hand

Die Abb. zeigt die Operation (Entfernung) eines Rheumaknotens am Daumen. (schwarzer Pfeil) . Beachten Sie bitte die Ausdehnung des Rheumaknotens auch unter der Haut.

Der rote Pfeil markiert einen Daumennerv der in enger Nachbarschaft zum Rheumaknoten verläuft.

Rheumaknoten Fingerkuppe

operative Entfernung eines Rheumaknotens an der Fingerkuppe

an der Fingerkuppe sind Rheumaknoten besonders störend, da sie bei Druck schmerzen und das Feingefühl im Finger mindern.

Welche Risiken hat die operative Entfernung von Rheumaknoten?
Alle Risiken können hier nicht genannt werden, da die Risikoabwägung nur individuell möglich ist. Auch hängt das Risiko von der Lokalisation des Rheumaknotens ab, der entfernt wird.

Die wichtigsten Risiken sind:

  • Die Störung der Wundheilung nach der Op
  • Die Infektion
  • Die Verletzung von Gefäßen und Nerven, die in der Nähe des Rheumaknotens verlaufen.

Können Rheumaknoten nach der operativen Entfernung wieder kommen?
Dies ist gar nicht ungewöhnlich. Man muss hier mit bedenken, dass durch die Operation nicht das Entstehungsproblem des Rheumaknotens beseitigt wird, sondern es wird die Geschwulst beseitigt und die unmittelbaren Folgen der Geschwulst (zum Beispiel Druck im Schuhwerk oder Druck beim Greifen).
Die Grunderkrankung der rheumatoiden Arthritis wird ja durch die Operation nicht beeinflusst.

Welche Narkose ist für die Entfernung von Rheumaknoten notwendig?
Die optimale Narkose muss im Einzelfall abgewogen werden:

Sehr kleine Rheumaknoten können am Finger durch eine Oberst-Anästhesie oder auch durch ein Unterspritzen des Rheumaknotens mit dem Betäubungsmittel entfernt werden. Gleiches gilt sinngemäß auch am Fuß.
Liegen jedoch mehrere Rheumaknoten vor, sind die Rheumaknoten größer oder liegen sie in der Verlaufstrecke eines Gefäßes oder Nerven, ist es besser die gesamte Extremität zu betäuben.
Hierfür hat sich im Bereich des Armes die Plexus-Anästhesie und im Bereich des Beines die Spinal-Anästhesie oder auch die Peridural-Anästhesie bewährt.

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