Panaritium Betäubung

Panaritium: Betäubung

Wird bei der Operation nicht die Übersicht durch ein ständiges Bluten gestört?
Gerade im Bereich des Fingers – dies weis doch jeder, der sich einmal in den Finger geschnitten hat – das es bereits bei kleinen Schnitten stark blutet.
Deshalb sollte auch bei der Behandlung eines Infektes eine Blutsperre (nicht Blutleere) angelegt werden, diese kann bei größeren Infekten am Oberarm liegen. Sie sperrt den Strom vom Blut in die Hand sicher ab.

Bei Infekten im Fingerendglied, die noch nicht zu einer Ausbreitung des Infektes in die Lymphbahnen geführt haben, kann auch eine Fingerblutleere genügen.

Welche Betäubung ist für die Behandlung eines Panaritiums notwendig?
Bei rein auf das Endglied oder Mittelglied des Fingers begrenzten Infekten genügt eine Betäubung des Fingers. Ist der Infekt ausgedehnter oder bereits über das Mittelglied hinaus eine Rötung sichtbar, so sollte eine adäquate Anästhesie des gesamten Arms erfolgen, zum Beispiel durch die Betäubung des Plexus.

Warum ist dies so?
Bei einer Fingerbetäubung werden an jede Seite des Fingers 1-2 ml einer Lösung mit dem Betäubungsmittel gespritzt. Durch den Druck der in das Grundglied eindringenden Flüssigkeit können Bakterien vom Finger in die Hand „gespült“ werden. Die weitere Ausbreitung des Infektes kann durch eine Fingeranästhesie gefördert werden!

Oberst_BetaeubungBei einer Fingerbetäubung nach Oberst werden die Fingernerven durch 2 Injektion (schwarzePunkte) am Grundglied des Fingers betäubt.

Der Einstich ist recht unangenehm

Kann auch eine Vollnarkose notwendig werden?
Ja. Dies ist besonders bei tieferen oder auch sonst fortgeschrittenen Infekten notwendig, sofern keine Armbetäubung möglich ist.

Eine Armbetäubung ist nur möglich, solange noch keine Lymphbahnen oder Lymphknoten in der Achselhöhle infiziert sind. Der Narkosearzt kann manchmal bei einem ausgeprägten Infekt die geschwollenen Lymphknoten in der Achselhöhle tasten.

Panarituim (Fingerinfektion):    1    2    3    4     5 

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