Panaritium Nachsorge

Operation des Panaritium: Nachsorge

Ist eine Ruhigstellung nach einer Operation beim Panaritium notwendig? 
Bei ausgedehnten Infekten am Finger ist eine konsequente Ruhigstellung bis zum Rückgang der Entzündungszeichen notwendig.
Dies geschieht zum Beispiel in einer Fingerschiene. Bei gut angelegtem Verband können hierbei die nicht entzündeten Finger gut bewegt werden.

Warum ist die Ruhigstellung notwendig?
Durch die Ruhigstellung werden die Heilungschancen verbessert und das Risiko eines erneut aufflammenden Infektes gesenkt!

Was geschieht mit der eingelegten Lasche?
Die eingelegte Lasche verhindert, dass die Wunde sich zu früh schließt und die Lasche sorgt auch dafür, dass das Wundsekret aus der Tiefe der Wunde ungestört abfließen kann. Kommt die Wundsekretion nach einigen Tagen zum Stillstand, so kann die Lasche entfernt werden.

Ist dies sehr schmerzhaft?
Wenn die Lasche mehrere Tage in der Wunde lag, haben sich zwischen der Wunde und der Lasche Verklebungen gebildet. Das Ziehen der Lasche ist dann schmerzhaft. Hier kann jedoch ein Handbad in einer Lösung mit Betaisadonna® oder Kammilosan®  die Verklebungen lösen und den Schmerz bei Ziehen mindern.

 Wann werden die Fäden entfernt?
Bei einem Infekt werden meist nur ganz wenige Fäden gelegt. Die Wunde heilt im wesentlichen vom Wundgrund her. Die wenigen Fäden werden meist nach 10 – 14 Tagen entfernt.

Ist im Anschluss an die Infektbehandlung eine krankengymnastische oder ergotherapeutische Übungsbehandlung  notwendig?
Bei auf das Endglied des Fingers beschränkten Infekten ist eine solche nur selten notwendig.
Ist der Infekt jedoch ausgedehnter und war eine längere Ruhigstellung erforderlich, so kann die Verordnung von Krankengymnastik oder Ergotherapie sehr sinnvoll sein, um Bewegungsstörungen zu beseitigen. Eine solche Maßnahme sollte dann möglichst früh erfolgen.

Was sollte noch in der Nachsorge beachtet werden?

OsteomyelitisEine der wichtigsten Aufgaben in der Nachsorge liegt im frühen Erkennen eines Rezidiv-Panaritium.

In der Abb. ist eine eitrige Sekretion zu erkennen. Diese ist hier Folge eines Knocheninfektes

Panarituim (Fingerinfektion):    1    2    3    4     5 

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