Operation Vorbereitungen Organisatorisches

Vorbereitung auf eine Operation (Organisation)

Ist es möglich nach einer ambulanten Operation mit dem eigenen PKW nach Hause zu fahren?
Nach einer ambulanten Operation ist es meist in den ersten 24 Stunden nicht möglich, selbst ein Fahrzeug führen oder verantwortungsvolle Entscheidungen treffen! Sie sollten vor der ambulanten Operation sicher stellen, dass Sie nach der Operation nach Hause gebracht werden und das dann für 24 Stunden eine Person sich um Sie kümmern kann!
Die Fähigkeit ein Fahrzeug zu führen, eine Maschine zu bedienen, oder auch eine wichtige Entscheidung zu treffen, kann durch sedierend (beruhigend) wirkende Mittel beeinträchtigt werden, die im Rahmen der Betäubung injiziert wurden, oder auch die bei den eigentlichen Schmerzmedikamenten beigefügt sind.

Ist es denn möglich nach 24 Stunden wieder ein Fahrzeug zu führen?

OberarmgipsDies kann nur im Einzelfall mit dem Arzt besprochen werden. Auf keinen Fall sollten Sie ein Kraftfahrzeug führen, wenn nach der Operation ein Oberarmgips eine Gips zur Ruhigstellung des Sprunggelenkes angelegt werden muss. Während dieser Zeit sind Sie nicht in der Lage mit zwei Händen ein Fahrzeug zu lenken bzw. die Pedale eines PKWs zu bedienen.

Wann wird die Operation stationär statt ambulant durchgeführt?
Große Operation, die ein hohes Risiko oder gar eine intensive Überwachung erfordern, werden auch heute noch stationär durchgeführt.
Moderne Narkose- und Operationstechniken machen heute jedoch eine Vielzahl von Operation möglich, die früher nur stationär durchgeführt werden konnten.
Solche Operation sind jedoch nur ambulant möglich, wenn eine lückenlose Betreuung in den ersten 24 Stunden gewährleistet ist.
Sinnvoll kann eine stationäre Behandlung aber auch sein, wenn aufgrund intern medizinischer Begleiterkrankungen, wie zum Beispiel Herzrhythmusstörungen oder Lungenerkrankungen eine besondere Risikosituation besteht.

Kann man vor einer ambulanten Operation essen oder wenigstens trinken, wenn für die ambulante Operation keine Vollnarkose notwendig ist?
Auch wenn der ambulante Eingriff in einer Armbetäubung (Plexusanästhesie) oder in einer Rückenmarks-Betäubung geplant ist, kann es – ungeplant – notwendig werden, eine Vollnarkose durchzuführen!
Bei einer Vollnarkose kann Mageninhalt in die Lunge laufen. (Aspiration) Eine sehr gefährliche Situation, die zu schwerwiegenden Entzündungen in der Lunge führen kann. Dieses Risiko gilt es unbedingt zu vermeiden.
Daher empfehlen die meisten Narkoseärzte auch bei solchen Eingriffen circa 6-8 Stunden vor der geplanten Operation nicht zu essen. Klare Flüssigkeiten können manchmal bi zu 3 Stunden vor der ambulanten Operation eingenommen werden.

Dies sind jedoch nur generelle Empfehlungen. Hier muss in jedem Einzelfall mit dem Narkosearzt das Vorgehen abgestimmt werden!

Was soll man sonst noch zur Vorbereitung auf die Narkose bei einer ambulanten Operation beachten?
Zahnprothesen, Schmuck, Ringe, Kontaktlinsen aber auch Toupets sollten vor einer ambulanten Operation am besten zu Hause gelassen werden. Erfolgt die Operation an der Hand sollten Sie auch nach der Operation mehrere Wochen keine Ringe an der operierten Hand tragen.

Soll ich vor einer ambulanten Operation, die meine Medikamente so einnehmen, wie ich es auch sonst tue?
Nein! Prinzipiell ist es zwar möglich, Medikamente vor der ambulanten Narkose mit einem Schluck Wasser einzunehmen. Dies muss man ja auch machen, um die Medikamente zur Beruhigung einzunehmen.
Nehmen Sie jedoch kurz vor einer ambulanten Operation und Narkose keine Medikament ein, dass Sie nicht vorher mit dem Narkosearzt abgesprochen haben. Bestimmte Medikamente (z.B. Blutdrucksenker) können unerwünschte Wechselwirkungen mit anderen Narkosemittel haben!

Kann die ambulante Operation im Falle einer Erkältung durchgeführt werden?
Viele ambulante Operationen sind weder lebensnotwendig noch dringlich! Im Falle eines fiebrigen Infektes ist es oft besser, die operierende Praxis oder Klinik zu informieren und die ambulante Operation zu verschieben und nicht das Risiko einer Überforderung des körpereigenen Abwehrsystem einzugehen

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