örtliche Betäubung Risiko

Risiken der örtlichen Betäubung

Welche Risiken sind mit der Lokalanästhesie (örtlichen Betäubung) verbunden?
Vielfach ist die örtliche Betäubung ohne wirkliche Alternative. Eine größere Wunde oder auch nur ein Hauttumor kann nicht ohne adäquate Schmerzausschaltung operativ behandelt werden. Dennoch gilt es auch bei einer örtlichen Betäubung Risiken zu kennen und zu beachten.

Welche Risiken sind dies im Einzelnen?
Zum Beispiel der Bluterguss. Blutergüsse können in jeder Form nach einer Injektion unter die Haut auftreten. Sie entstehen, wenn die Spritzenkanüle kleine Blutgefäße verletzt, aus denen es dann blutet. Die meisten Blutergüsse sind harmlos und oft nach wenigen Wochen nicht mehr sichtbar, dennoch sollte man den Arzt vor jeder örtlichen Betäubung (und auch vor kleinen Operationen) darauf hinweisen, wenn man regelmäßig Medikamente einnimmt, die die  Blutgerinnung verlängern. (sog. Blutverdünner).

Solche gerinnungsveränderende Eigenschaften findet man oft auch in gedankenlos eingenommen Arzneimitteln wie Aspirin usw.  Eine gute mentale Operationsvorbereitung, auch auf einen scheinbar kleinen in örtlicher Betäubung durchzuführenden operativen Eingriff, vermag auf vielfältige Weise das Operationsrisiko und auch das Risiko der örtlichen Betäubung zu verkleinern.

Außer dem Hämatom (Bluterguss) muss mit welchen weiteren Risiken der örtlichen Betäubungsmittel (Lokalanästhesie) noch gerechnet werden?
Als weitere Nebenwirkung kann es zu Störungen der Funktion des Zentralen Nervensystems kommen, so kann durch ein örtliches Betäubungsmittel- besonders bei höherer Dosierung- ein starkes Erregungsstadium eintreten. Der erfahrene Arzt merkt dies bald, wenn der Patient extrem unruhig wird und ununterbrochen redet.

Die Wirkungen am Zentralen Nervensystem können in seltenen Fällen auch einmal zu epilepsieartigen Muskelzuckungen führen. Ja selbst ein Koma und ein Atemstillstand sind in einzelnen Fällen nach Gabe eines Lokalanästhetikums beobachtet worden.

Kann es bei einer örtlichen Betäubung auch zu schweren Allergien kommen? 
Ja, auch wenn dies bei den heutigen in der operativen Medizin verwendeten Lokalanästhetika ungleich seltener ist als früher, können schwere allergische Reaktionen auftreten.

Ganz überwiegend beruhen diese allergischen Reaktionen nicht auf dem eigentlichen Betäubungsmittel, sondern es handelt sich um Allergien auf einen im Lösungsmittel des Medikamentes befindlichen Begleitstoff.

Bei einer Allergie auf ein örtliches Betäubungsmittel kann es sehr rasch zur Entwicklung von starkem Juckreiz der Haut, ödematösen Schwellungen im Gesicht und sogar zu einem allergisch krampfhaften Zusammenziehen der Bronchien kommen.

Auch ein massiver Blutdruckabfall und sogar ein Herzstillstand sind möglich. Auch wenn diese Komplikationen sehr selten sind, wird der erfahrene Arzt damit rechnen und eine entsprechende Notfallausrüstung griffbereit haben, um die schweren Folgen einer Allergie sicher beherrschen zu können.

Was kann man selbst tun, um das Risiko einer örtlichen Betäubung klein zu halten?
Neben dem schon erwähnten Hinweis auf die Einnahme von Medikamenten, die die Blutgerinnung verändern, sollte man unbedingt dem Arzt berichten, wenn es im Zusammenhang mit zahnärztlichen Eingriffen schon einmal zu „Unverträglichkeiten“ im Hinblick auf das verwendete örtliche Betäubungsmittel gekommen ist.

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