schwarzer Hautkrebs Operation

Operation des malignen Melanoms (schwarzer Hautkrebs)

Muss bei der Operation des malignen Melanoms  ein großer Sicherheitsabstand zum schwarzen Hautkrebs eingehalten werden?

Melanom_SicherheitsabstandDie Abb. zeigt die Operation eines malignen Melanoms (schwarzer Hautkrebs) am Arm, wie sie vor circa 30 Jahren durchgeführt wurde.

Vor Jahrzehnten hat man bei dem klinischen Verdacht auf ein malignes Melanom (schwarzer Hautkrebs) einen Sicherheitsabstand von etwa 5 cm eingehalten. Es entstanden dann große Defekte, die mit einer Hauttransplantation oder anderen schwierigen plastisch chirurgischen Operationen gedeckt werden mussten.

Viele Untersuchungen in den letzten Jahrzehnten haben hier eine für Betroffene wesentliche weniger belastende operative Behandlung erbracht.

So werden heute bei Melanomen, die unter 2 mm dick sind, ein Tumorabstand von 1 cm eingehalten und bei Tumoren über 2 mm ein Sicherheitsabstand von 2 cm.

Operation_Schwarzer_HautkrebsIn dem Sonderfall, dass der schwarze Hautkrebs extrem früh erkannt wurde Beim sog. malignen Melanom in situ genügt sogar ein Sicherheitsabstand von 0,5 cm.

Die Abb. links zeigt einen solchen Fall, bei der die Operation mit nur 0,5 cm Sicherheitsabstand erfolgt.

Die Operation dient dabei gleichzeitig zur Entnahme einer  Gewebeprobe und zur Therapie.

Wie geht man denn konkret bei der Operation vor?
Ist der verdächtige Tumor klein und liegt an einer günstigen Stelle, wie z. B. am Körper, so kann er mit einem Betäubungsmittel unterspritzt werden. Dann wird der gesamte Tumor entfernt und zur mikroskopischen Untersuchung eingesandt.

Oft wird dabei der entstandene Defekt nicht primär verschlossen, sondern man wartet das Ereignis der feingeweblichen Untersuchung ab.
Zeigt sich z. B. bei der mikroskopischen Untersuchung des Tumors, dass die Tumortiefe größer als 2 mm ist, vergrößert man noch einmal den Sicherheitsabstand und führt in einem zweiten Eingriff eine Nachentfernung der Hautränder durch. Der entstandene Defekt wird dann entweder durch eine Hautverpflanzung (Hauttransplantation) oder durch Verschiebelappen gedeckt.

Wovon hängt das Risiko ab, dass ein Melanom bereits Metastasen gebildet hat?
Das Risiko der Metastasenbildung beim schwarzen Hautkrebs hängt ganz entscheidend von der Eindringtiefe ab. Die Prognose des Melanoms ist zudem auch von dem Typ des schwarzen Krebses abhängig. Hier gibt es sehr unterschiedliche Formen.

So werden oberflächlich spreizende Melanome von knotigen Melanomen unterschieden. Besonders im Gesicht gibt es auch eine besondere Form, die Lentigo maligna – Melanomform und an den Extremitäten (und hier sogar unter den Nägeln) die akralen Melanome.

Lentigo_malignaDiese Sonderform des malignen Maelanoms – die Lentigo maligna – kommt besonders im Gesicht älterer Menschen vor.

Diese Form des malignen Melanoms metastasiert viel später als die knotige Form des Melanoms (noduläres Melanom)

Alle diese Subtypen des schwarzen Hautkrebses haben ein unterschiedliches Risiko der Metastasierung. Der wichtigste Faktor, ob eine Metastasierung vorliegt, ist jedoch die Eindringtiefe. Je oberflächlicher der Tumor liegt, desto geringer die Wahrscheinlichkeit einer Metastasenbildung.

Was versteht man unter einem Sentinel – Lymphknoten?
Unter einem Sentinel – Lymphknoten versteht man deutschsprachig einen Schildwächter – Lymphknoten.
Dieser Wächterlymphknoten fängt oft die in die Blutbahn gelangenden Melanomzellen ab. Beim Schildwächter – Lymphknoten handelt es sich also um die erste Abwehrfront gegen eine Metastasierung durch den gesamten Körper.

Bei dickeren Melanomen wird bei der Operation zusätzlich ein Schildwächter – Lymphknoten mit entfernt und mikroskopisch untersucht. Dies ist ein wichtiger Mosaikstein, um die Prognose des Tumors zu beurteilen.

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