schwarzer Hautkrebs OP-Risiken

Operations-Risiko beim malignen Melanom (schwarzer Hautkrebs)

Welche Komplikationen können bei Entfernen eines schwarzen Hautkrebses auftreten?
Leichte Nachblutungen oder Schwellungen und Blutergüsse sind, wie bei allen größeren Hautentfernungen – häufig zu beobachten. Die Beschwerden, die Schwellungen und auch die Blutergüsse klingen in der Regel innerhalb der ersten zwei Wochen ab.
Größere Blutungen sind sehr selten. Sie können gelegentlich auftreten nach Entfernen von Lymphknoten, die relativ tief und in der Nähe von Blutgefäßen liegen. Selten kann es hierdurch einmal zu Nachoperationen oder gar Bluttransfusionen kommen.

Beobachtet man häufig Störungen der Wundheilung?
Kleinere oberflächliche Infektionen oder Störungen der Wundheilung sind meist leicht zu behandeln, z. B. durch vorgezogenes Entfernen der Fäden oder durch einen Antibiotika – Einsatz. Meist genügt jedoch eine lokale Behandlung der Wunde. Solche einfachen Störung der Wundheilung kommen häufiger vor. Schwerwiegende Wundheilungsstörungen, die zu einer Nachoperation zwingen sind jedoch selten.

Ist mit Funktionsbeeinträchtigungen oder kosmetischen Störungen zu rechnen?
Besonders dann, wenn bei der Operation größere Hautteile und darunter liegende Gewebe entfernt werden müssen, können Funktionseinbußen auftreten. Auch kosmetische Störungen sind dann zu erwarten. Hier kann man jedoch dies nur im Einzelfall beurteilen. Dieses Risiko hängt ganz entscheidend von der Größe des Tumors und vor allen Dingen von der Stelle ab, an der der Tumor liegt. Ästhetische Beeinträchtigungen sind besonders bei Eingriffen im Gesicht zu erwarten.

Kann es bei dem Eingriff auch zu Verletzungen von Nerven kommen?
Ja, das ist möglich. Auch hier gilt wieder besonders, wenn tiefer liegende Lymphknoten entfernt werden müssen, die in der Nähe eines Nervs verlaufen, können diese geschädigt werden.
Durch die Verletzung des Nervs kann es zu Neuromschmerzen kommen, aber auch zu Funktionsstörungen in Abhängigkeit des geschädigten Nervs. Im Einzelnen sind dies Lähmungen oder Gefühlsstörungen.

Sind häufig Narbenwucherungen zu beobachten?
Echte Narbenkeloide sind eher selten. Häufiger beobachtet man jedoch, wenn eine Narbe unter stärkerem Zug steht, dass die Narbe vor allen Dingen im ersten und zweiten Jahr recht unschön ist und verdickt und verbreitert ist. Besonders wenn jüngere Menschen von einem Melanom betroffen sind, ist mit solchen Narbenproblemen zu rechnen.  

Was kann ich selbst tun, um das Risiko der Operation so klein wie möglich zu halten?
Hier sollten Sie vor der Operation den behandelnden Arzt unbedingt darüber informieren, ob Sie Blutgerinnungs hemmende Medikamente einnehmen. Die Einnahme dieser Medikamente vergrößert ganz beträchtlich die Gefahr einer Nachblutung oder der Bildung eines größeren Blutergusses.
Setzen Sie jedoch solche Blutgerinnungs hemmenden Medikamente nie selbständig ab, sondern tun dies ausdrücklich nur in Rücksprache mit dem operierenden Arzt und auch Ihrem behandelnden Hausarzt oder Internisten.

Was kann man tun, wenn kosmetische oder funktionell störende Narben zurückbleiben?
Die meisten Narben werden innerhalb eines Jahres deutlich unauffälliger. Sollten einmal störende Narben zurückbleiben, so ist eine Narbenkorrektur prinzipiell möglich. Die Narbe darf jedoch erst nach Ausreifung korrigiert werden. Meist ist hierzu ein Zeitraum von 6 – 12 Monaten zu veranschlagen.

Wie verhalte ich mich nach der Operation?
Wichtig ist, dass man bis zur Entfernung der Fäden keine Aktivitäten ausübt, bei denen man ins Schwitzen gerät oder die Wundverbände gefährdet. Belassen Sie unbedingt die Wundverbände an Ort und Stelle und nehmen Sie die empfohlenen Kontrolltermine zur Inspektion der Wunde sehr ernst.
Eventuell vorhandene Krusten, auch nach Abnahme der verbände, nicht selbst entfernen. Meist fallen solche Krusten innerhalb einiger Wochen von allein ab.

Sorgen Sie dafür, dass die Wunde – besonders in den ersten 10-14 Tagen – weder schmutzig, noch nass wird.

Nach Entfernen der Fäden sollten die Narben regelmäßig mit einer fetthaltigen Creme eingerieben und leicht massiert werden. Eine normale fetthaltige Creme reicht hierzu meist aus. Viele Betroffene nehmen beispielsweise Bepanthen® – Salbe.

Schützen Sie die Narben konsequent im ersten halben Jahr vor Sonneneinstrahlung. Achten Sie lebenslang darauf, dass Sie sich nicht unnötig der Sonne aussetzen und verwenden Sie Lichtschutzcremes mit einem hohen Lichtschutzfaktor (Lichtschutzfaktor 20 oder höher).

Führen Sie auch regelmäßig hautärztliche Nachuntersuchungen durch.

Bitte denken Sie daran, dass jemand, der einmal einen schwarzen Hautkrebs gehabt hat, ein deutlich höheres Risiko hat, auch an anderer Stelle einen solchen Tumor wieder zu bekommen.

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