heller Hautkrebs Diagnose

Diagnose im Frühstadium des Hautkrebses (Morbus Bowen)

Wie erkennt man den Morbus Bowen?
Der Morbus Bowen betrifft schwerpunktmäßig Menschen im mittleren oder höheren Lebensalter. Besonders häufig sind betroffen Hautstellen, die der Sonnenbestrahlung ausgesetzt sind, wie zum Beispiel Kopf und Nacken, Beine und Handrücken.

Hautkrebs_Hell„Ekzeme“ auf der Haut, die über Monate nicht verschwinden und langsam an Größe zunehmen, sind verdächtig auf ein Frühstadium des hellen Hautkrebses (Morbus Bowen)

Eine Untersuchung durch einen Hautarzt (Dermatologen) ist nachdrücklich zu empfehlen!

Am Anfang bildet der Morbus Bowen eine leicht gerötete, oft schuppenartige Plaquestelle, bei der oft kleinere Fissuren oder Verkrustungen, manchmal auch kleinere Ulcerationen (Geschwüre) bestehen.

Nur selten ist der Morbus Bowen pigmentiert, dies gelegentlich in der Genitalregion oder an den Nägeln.

Melanom_UnterschenkelDen hellen Hautkrebs kann man leicht vom schwarzen Hautkrebs (Melanom) durch die Färbung unterscheiden.

Die Abb. zeigt einen schwarzen Hautkrebs (Melanom) am Unterschenkel.

Was ist bei Verdacht auf einen Morbus Bowen zu tun?
Der Morbus Bowen kann aufgrund der Betrachtung der Haut nicht mit letzter Sicherheit als Morbus Bowen( Carcinoma in situ) erkannt werden. Beispielsweise kann eine Schuppenflechte ein sehr ähnliches Hautbild verursachen, wie ein Morbus Bowen.
Zur Sicherung der Diagnose ist eine Probeentnahme aus den betroffenen Hautregionen notwendig.

SchuppenflechteDie Abb. zeigt eine Schuppenflechte an einer typischen Stelle (hier am Ellenbogen)

Ein heller Hautkrebs (Morbus Bowen) kann einmal mit einem einzeln Herd einer Schuppenflechte verwechselt werden.

Im Zweifelsfall wird ein erfahrender Hautarzt (Dermatologe) zur Entnahme einer Gewebeprobe raten!

Wie wird das gemacht?
Nach vorheriger örtlicher Betäubung wird ein kleines Stück der Haut aus dem verdächtigen Hautbezirk herausgeschnitten. Die Analyse erfolgt dann am Besten bei einem, speziell in der Pathologie von Hauterkrankungen, ausgebildetem Pathologen.

Was ist dann zu tun?
Vor der Therapie eines Morbus Bowens sollte man sich klar sein, dass ein betroffener Patient das Risiko hat, im Bereich seiner Haut auch weitere Fälle Hautkrebse zu haben. Die Inspektion der gesamten Haut ist bei gesichertem Morbus Bowen zwingend geboten. Mehrere Studien zeigen, dass beim Morbus Bowen gleichzeitig oder im Verlauf der nächsten Jahre häufiger weiße Hautkrebse auftreten.

Was ist die Ursache des Morbus Bowen?
Die wichtigste Ursache des Morbus Bowen ist die chronische Ultraviolett-Bestrahlung (Sonnenanbeter sind hier besonders häufig betroffen), aber auch Menschen, die beruflich häufig der Sonne ausgesetzt sind, wie Landwirt, Gärtner, Weinbauern und dergleichen.

Eine weitere Ursache ist der Arsenkontakt.
Früher enthielten auch manche lokal anzuwendenden Lösungen Arsen, die beispielsweise für die Therapie der Psoriasis verwendet wurden.
Eine weitere Ursache ist der Kontakt mit einem bestimmten Virustyp. Humanpapillomavirus findet man gelegentlich im Bereich der Bowen’schen Zellen.
Andere mögliche Ursachen sind eine genetische Disposition oder auch die örtliche Berührung mit krebsauslösenden Chemikalien. Auch eine Hautbestrahlung mit Röntgenstrahlen kann einmal zu einem Morbus Bowen führen.

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