Handgelenks-Prothese Risiken

Operationsrisiken: Kunstgelenk für das Handgelenk

Welche Risiken hat die Implantation eines Kunstgelenkes im Handgelenk?
Prinzipiell kann hier nicht jedes einzelne persönliche Risiko aufgezählt werden, aber generell gilt, bei der Implantation eines Gegenkunstgelenkes, dass es zu Infektionen kommen kann.
Bei einer Infektion kann dies oberflächlich sein und nur die Weichteile betreffen. In einem solchen Fall ist die Therapie einfach durch Antibiotika und gegebenenfalls das vorzeitige Entfernen einiger Fäden machbar.

Gravierend ist es jedoch, wenn eine tiefe Infektion mit Befall des Gelenkes auftritt. In einem solchen Fall muss das Gelenk wieder entfernt werden. Oft sind hier sogar dann mehrere Nachoperationen erforderlich.

Gibt es denn noch weitere spezifische Risiken?
Ja, gerade Kunstgelenke können sich lockern, oder auch einmal aus dem Knochen ausbrechen. Auch dies bedeutet, dass das Gelenk nicht richtig funktionieren kann. Manchmal ist man gezwungen eine solche Situation durch eine Nachoperation zu beheben.

Meuli_prothesedie Abb. zeigt eine solche Situation:

Bei dieser Handgelenksprothese nach Meuli ist es am 3. Mittelhandknochen (Pfeil) zu einem Ausbrechen der Prothese gekommen.

Was ist denn in dem Falle, dass das Kunstgelenk ausgebaut wird, zu tun?
In einem solchen Fall muss das Handgelenk versteift werden.
Bei einer solchen Handgelenksversteifung, nachdem das Kunstgelenk ausgebaut ist, wird es jedoch immer erforderlich sein, dass Knochen aus dem Beckenkamm entnommen und in das Handgelenk eingesetzt wird. Die Versteifung des Handgelenkes, nachdem ein Kunstgelenk ausgebaut wurde, ist sicherlich schwieriger zu erreichen, als im Falle, dass an dieser Stelle noch kein Kunstgelenk gewesen wäre.

Dennoch ist die Arthrodese des Handgelenkes (Versteifung des Handgelenkes) in einem solchen Falle eine mögliche Alternative, die dann auch zur Schmerzbefreiung führt.

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