Handgelenks-Spiegelung Einführung

Einführung in die Handgelenksarthroskopie (Handgelenksspiegelung)

Was ist das Besondere einer Handgelenksarthroskopie (Handgelenksspiegelung) im Vergleich mit anderen arthroskopischen Untersuchungen, beispielsweise am Knie?

Handgelenks Spiegelung

Arthroskopie des Handgelenks im Operationssaal

Die Abb. zeigt eine Handgelenksspiegelung. Der technische und organisatorische Aufwand entspricht einer Operation am Handgelenk!

Bei einer Handgelenksarthroskopie (Spiegelung des Handgelenkes) können in jener Region, die man umgangssprachlich das Handgelenk nennt, drei verschiedene Gelenkräume gespiegelt werden:

  • Das Radiokarpalgelenk:
    Hierunter versteht man den Gelenkraum zwischen der Speiche und Kahnbein (K) und dem Mondbein(M)
  • Das mediokarpale Gelenk:
    Hierunter versteht man den Raum zwischen der körpernahen und der körperfernen Handwurzelreihe
  • Das körperferne Radioulnargelenk:
    Dies ist das Drehgelenk zwischen Speiche und Elle
Handgelenk_Normal1

Röntgenbild des Handgelenks

Bereits die Röntgenaufnahme eines normalen Handgelenkes, lässt den komplexen Aufbau dieses Gelenkes erahnen.

Dabei zeigt das Röntgenbild nicht einmal die Bandverbindungen zwischen den Handwurzelknochen noch den Discus

Im Gegensatz zum Knie oder anderen größeren Gelenken sind all diese getrennten Gelenkräume sehr eng.

Ein spezielles Instrumentarium und eine besondere Arthroskopietechnik sind für die Handgelenks-Spiegelung erforderlich. Im Regelfall werden hier optische Instrumente mit einem Durchmesser von 2,4 mm verwendet.

Wann empfiehlt man eine Handgelenksarthroskopie?
Eine Handgelenksarthroskopie wird nur bei einem begründeten klinischen Verdacht auf Schäden im Handgelenksbereich empfohlen.

Handgelenk_Baender

Bandverbindungen im Handgelenk


Besonders sinnvoll ist eine Handgelenksarthroskopie zur Feststellung von Schäden am Knorpel, am Bandsystem des Handgelenkes sowie bei Verdacht auf Schäden am Diskus. (roter Pfeil)

Hierzu muss ein begründeter klinischer Verdacht bestehen, der durch eine entsprechende Voruntersuchung und auch eine Röntgenaufnahme erhärtet ist.

Wird eine arthroskopische Untersuchung (Handgelenks-Spiegelung) auch bei Frakturen im Bereich des Handgelenkes durchgeführt?
Zunächst wird eine Fraktur durch eine Standard-Röntgenaufnahme erkannt. In Einzelfällen werden zusätzliche Untersuchungen, wie zum Beispiel eine Computer-Tomographie oder eine Kernspin-Tomographie vorgenommen.

Die Arthroskopie des Handgelenkes bei einer Fraktur ist nur sinnvoll, wenn der Verdacht auf begleitende Bandschäden besteht, oder, wenn mittels arthroskopischer Untersuchung die Stellung der Fraktur im Gelenkinnenraum kontrolliert werden soll.
Die oft außerhalb des Gelenkinnenraums gelegene Fraktur (Speichenbruch) kann nicht durch das Arthroskop gesehen werden.

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