Handgelenks-Arthrose Operation

operativen Therapie bei Handgelenksarthrose

Wann sollte denn eine operative Behandlung bei einer Handgelenksarthrose erwogen werden?

Eine Operation ist bei einer Handgelenksarthrose immer die letzte Maßnahme. Sie sollte nur erwogen werden, wenn über einen längeren Zeitraum ein unangenehmer Schmerz besteht, der viele alltägliche oder berufliche Verrichtungen unmöglich macht. Besonders wenn dieser Schmerz auch die Nachtruhe stört oder zur ständigen Einnahme von Schmerzmitteln zwingt, ist eine operative Therapie zu erwägen.

Welche operativen Maßnahmen kommen denn bei einer Handgelenksarthrose zur Anwendung?

Man kann vier Operationsverfahren bei einer Handgelenksarthrose erwägen. Welches Verfahren im Einzelnen dann zur Anwendung kommt, muss in einem persönlichen Gespräch mit dem behandelnden Arzt geklärt werden.

Welche Verfahren sind das?

1. Die Denervation

Bei einer Handgelenksdenervation werden die Schmerznerven (nicht die Gefühlsnerven, die den Schmerz aus dem Handgelenk weiterleiten, unterbrochen). Der Vorteil dieser Maßnahme besteht darin, dass die Handgelenksmechanik und damit die Beweglichkeit des Gelenkes völlig unbeeinträchtigt bleiben. Der Eingriff ist auch wesentlich weniger belastend als andere operative Maßnahmen.

Jedoch ist bei  der Handgelenksdenervation zu beachten, dass die Erfolgsrate bei etwa 60% liegt, und dass vielfach auch nach längerer Zeit der Effekt der Schmerznervenausschaltung nachlässt.

Nähere Einzelheiten zur Denervation des Handgelenkes

2. Teilversteifung des Handgelenkes

Hierunter versteht man die operativ durchgeführte Vereinigung einzelner Handwurzelknochen. Eine Teilversteifung ist besonders dann zu erwägen, wenn nur spezielle Abschnitte des Handgelenkes betroffen sind, zum Beispiel die Gelenkflächen zwischen Speiche und Kahnbein. In einem solchen Fall wird eine Teilversteifung durchgeführt. Der Vorteil dieser Maßnahme ist, dass eine Restbeweglichkeit verbleibt, der Nachteil ist, dass teil versteifende Operationen weniger zuverlässig sind als eine vollständige Versteifung des Handgelenkes.

Nähere Einzelheiten zur Teilversteifung des Handgelenkes

3. Völlige Versteifung des Handgelenkes

Hierbei wird meist mittels seiner Platte  und zusätzlich unter Verpflanzung von Knochen aus dem Beckenkamm eine Vereinigung zwischen der Speiche, den Handwurzelknochen und dem Mittelhandgebiet erreicht.
Bei einer Versteifung des Handgelenkes bleiben die Finger beweglich. Die Hand kann auch gedreht werden.
Der Nachteil dieser Maßnahme besteht in dem erheblichen Aufwand der Operation und der längeren Zeitspanne bis das Endergebnis der Operation erreicht ist.

Arthrodese Vergleich

Versteifung (Arthrose) des Handgelenks

neben stehende Abb. zeigt eine vollständige Handgelenksarthrodese rechts  (Handgelenksversteifung)

Nähere Einzelheiten zur völligen Handgelenksversteifung

4. Implantation einer Handgelenksprothese (künstliches Handgelenk)

Bei dieser Maßnahme wird, ähnlich wie bei einem künstlichen Knie oder Hüftgelenk, ein Teil des Handgelenkes entfernt und mittels künstlicher Gelenkteile ersetzt.
In früheren Jahren wurde dieser Eingriff relativ selten praktiziert, da anders als an Hüfte und Knie die zu Verfügung stehenden künstlichen Gelenkteile den erheblichen mechanischen Belastungen im Handgelenksgebiet nicht stand hielten.

Handgelenksprothese

Handgelenksprothese bei Arthrose im Handgelenk

die neben stehende Abb. zeit ein künstliches Handgelenk im Röntgenbild

Seitliche Darstellung des Handgelenkes

In jüngerer Zeit ist jedoch ein deutlicher Fortschritt in den zur Verfügung stehenden Materialen und auch in der Konstruktion der Gelenke erreicht worden, sodass dieser Eingriff durchaus eine heute erwägenswerte Alternative darstellte. Besonders für Menschen, die ihre Hand nicht schwer belasten müssen.
Nähere Einzelheiten finden Sie unter künstlichem Handgelenk

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