Fremdkörper Hand Tumor

Tumor nach Fremdkörper-Verletzung

Können durch Fremdkörper auch Tumore in der Hand entstehen?

Auf indirekte Weise ja:

Bekannt sind hier zwei verschiedene Tumore, die man manchmal zusammen mit einem Fremdkörper in der Hand findet:

1. Epithelzyste

2. Granuloma pyogenicum

Was versteht man unter einer Epithelzyste?
Mit dem Fremdkörper können auch kleine Hautstücke in die Hand eindringen. Das Deckgewebe (Epithelgewebe) kann ganz allmählich in der Hand wuchern und zu zystenartigen Gebilden in der Hand führen. Eine solche tumoröse Veränderung nennt man auch traumatische Epithelzyste.

Epithelcyste: Bild während einer Operation

Epithelzyste infolge eines Fremdkörpers

Das während einer Hand-Operation gemachte Foto zeigt eine Epithelzyste, die nach dem Eindringen eines Holzsplitters entstanden ist.

Was ist ein Granuloma pyogenicum?
Nach Fremdkörperverletzungen beobachtet man gelegentlich auch die Entstehung eines Granuloma pyogenicum (oder auch Granuloma teleangiectatikum genannt).

Ein Granuloma pyogenicum oder teleangiectaticum ist ein gutartiger Hauttumor, der manchmal schon bei leichter Berührung oder geringfügiger Verletzung stark blutet. Im inneren dieses Tumors liegen sehr rasch gewachsene Blutgefäße, die knäuelartig strukturiert sind (kapilläres Hämagiom).

Bei Entfernung eines Granuloma pyogenicum im Bereich der Hand muss daher immer auch an die Möglichkeit eines zusätzlich eingedrungenen Fremdkörpers gedacht werden (z. B. Holzsplitter oder ähnliches).

Granuloma pyogenicum

blutender Tumor infolge eines Fremdkörpers

Die Abb. zeigt einen leicht blutenden Hauttumor (Granuloma pyogenicum, eruptives Angiom) Bei Entfernen des Tumors fand sich in der Tiefe ein kleiner Kakteenstachel.

Auch wenn nur gelegentlich ein verbliebener Fremdkörper hinter einem Grauloma pyogenicum (Granuloma teleangiectaticum) steckt, muss man sich dieser Möglichkeit stets gewahr sein.

Bei nicht entferntem Fremdkörper besteht die Gefahr eines erneuten Auftretens des Granuloms (eruptiven Angioms) und auch die Gefahr einer Wundinfektion.

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