Fingerganglion Therapie

Therapie eines Ringbandganglions

Muss ein Ganglion immer operativ behandelt werden?
Zunächst einmal ist es sinnvoll bei einem Ganglion die exakte Diagnose zu stellen. Ist die Diagnose eines Fingerganglions gesichert, so ist es zu nächst einmal sinnvoll mehrere Monate den natürlichen Verlauf abzuwarten.
In dieser Zeit „platzen“ manche Ganglien und verschwinden auf dieser Weise „von selbst“.

Was heißt „Platzen“ eines Ganglions?
Das Ganglion besteht am Finger wie auch am Handgelenk aus einer ballonartigen Hülle und der darin liegenden Flüssigkeit aus der Sehnenscheide. In manchen Fällen ist die Hülle sehr dünn und durch alltägliche Dinge, wie zum Beispiel Auto- oder Fahrrad fahren, oder auch einmal beim Tragen eines Koffers, kann diese Hülle einreißen und die Flüssigkeit im Ganglion fließt aus.
Das Ganglion „verschwindet“ bei diesem „Platzen“ innerhalb weniger Tage.

Was geschieht denn mit der Ganglionhülle und der Flüssigkeit?
Sowohl die Flüssigkeit als auch die dünne Hülle werden nach dem Platzen allmählich vom Körper resorbiert. Sie werden hier in ihre chemischen Bestandteile zerlegt und dann allmählich vom Körper wieder aufgenommen (ganz ähnlich wie auch ein Bluterguss).

Kann man denn das Platzen eines Fingerganglions selbst herbeiführen?
In alter Zeit hat man auf Ganglien mit einem Hammer oder mit einer Bibel geschlagen. Dies ist höchst problematisch und nicht empfehlenswert!
Durch solche Maßnahme kann eine benachbarte Struktur (z. B. ein Gefäßnervenbündel) schwer geschädigt werden!

Beugesehne mit Ringbandsystem

Beugesehne mit Ringband

In der Abb. sehen Sie die enge Nachbarschaft zwischen der Beugesehne (blauer Pfeil) und dem Fingernerven (roter Pfeil)

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