Tennisarm Medikamente

Therapie der Epikondylitis mit Medikamenten

Ist bei einem Tennisarm immer eine operative Behandlung notwendig?
Nein! Hier kann gar nicht ausdrücklich genug betont werden, dass die Operation nur für jene 5 bis maximal 10% aller Fälle reserviert ist, die auf konservative Behandlungen nicht ansprechen.

Welche konservativen Behandlungen gibt es?
Die konservative Behandlung ist gestuft:
Das Allerwichtigste ist gerade in der Frühphase der Erkrankung, dem Arm Schonung zu gönnen und je nach Aktivitäten, die den Schmerz auslösen, frühzeitig zu vermeiden. Hier kann das Wort „frühzeitig“ gar nicht genug betont werden:

Gerade sportlich ehrgeizige Menschen verstoßen gegen diesen Grundsatz sehr häufig und Chronifizieren hiermit unnötig (das Krankheitsbild).
Sie sollten bedenken, dass etwa 50-60% aller Schmerzen am seitlichen Ellenbogen durch Vermeidung der auslösenden Aktivität schon ganz wesentlich gebessert, wenn nicht beseitigt werden.

Bei einer sportlichen Aktivität, wie beispielsweise dem Tennis spielen, ist die Vermeidung des Sportes ja relativ leicht zu bewerkstelligen. Wie soll dies jedoch aussehen, wenn die berufliche Tätigkeit die Schmerzen auslöst?
Hier ist die Vermeidungsstrategie sicherlich sehr viel problematischer, dennoch, viele Menschen haben beispielsweise beim Schreiben einer PC-Tastatur Beschwerden. Hier können oft sehr kleine Umstellungen am Arbeitsplatz wirklich ganz entscheidende Verbesserungen der Symptomatik bewirken.
Dazu beachten Sie beispielsweise einmal, ob beim Schreiben an einer PC-Tastatur bei Ihnen die Handgelenke deutlich gestreckt werden müssen. Ist dies der Fall, so können Sie dies relativ leicht vermeiden, indem Sie ein weiches Kissen unter die Unterarme legen. Allein durch diese Kleinigkeit lässt sich bereits die Belastung der Unterarmstreckmuskeln ganz wesentlich reduzieren.

Was kann man dann gegen den lokalen Schmerz unternehmen, wenn er gerade entstanden ist?
Hier kann man im akuten Schmerzstadium eine äußerliche kalte Anwendung aufbringen, beispielsweise Coolpaks,  wie sie sonst auch beim Sport verwendet werden, sind hier sehr hilfreich.
(Bitte beachten Sie hier, dass die Schmerzen der Region gekühlt und nicht gefroren werden sollen).
Zusätzliche Maßnahmen mit einer Sportsalbe (z.B. Mobilat® oder auch Voltaren Emulgel®) wirken kühlend und angenehm.

Helfen auch Medikamente zum Einnehmen?
Ja, hier kann in der Frühphase nach ärztlicher Verordnung ein so genanntes nicht- steroidales Antirheumatikum genommen werden. Unter diesem Begriff versteht man anti- entzündlich wirkende Medikamente. Das bekannteste hier ist Aspirin, andere Medikamente, die Sie möglicherweise auch vom Rücken oder anderen Gelenkbeschwerden her kennen, sind Diclofenac (z.B. Voltaren® ) oder Ibuprofen® .
Diese Medikamente belasten aber alle den Magen. Ihre Einnahme sollte daher nie über einen längeren Zeitraum und nie ohne ärztliche Überwachung und Verordnung erfolgen.

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