Schleimbeutelentzündung Ellenbogen Operation

Operation der Schleimbeutelentzündung: (Bursitis olecrani)

Wann ist eine operative Behandlung notwendig?

  • Die operative Behandlung sollte im frühen Stadium erfolgen:
    Bei einer durch Bakterien verursachten Schleimbeutelentzündung
    Bei einer Eröffnung des Schleimbeutels nach einen Unfall
  • Die operative Behandlung sollte später erfolgen:
    Bei Druckschädigung des Schleimbeutels, wenn  die zuvor geschilderten Maßnahmen der konservativen Therapie versagen

Was wird bei der operativen Behandlung gemacht?
Dann wird mit einem etwa 5-7 cm langer Schnitt der Schleimbeutel unter der Fettschicht der Haut dargestellt. Der verdickte und entzündete Schleimbeutel muss dann nach allen Richtungen hin frei präpariert werden und wird dann von der Knochenhaut des Ellenhakens abgelöst.

Schleimbeutel am Ellenbogen Operation

Op eines entzündeten Schleimbeutels am Ellenbogen. (Hautschnitt)

Die Abb. zeigt eine Bursitis olecrani nach Eröffnen der Haut.
(blauer Pfeil)

Ist die Operation schwierig durchzuführen?
Der Schweregrad des Eingriffs hängt von der Größe der Schleimbeutelentzündung ab. Stärkere Verwachsungen im Bereich des entzündeten Schleimbeutels können die Operationen auch einmal etwas schwieriger machen.

Bursa olecrani aufgeschnitten

Aufgeschnittener Schleimbeutel nach operativer Entfernung

Die Abb. zeigt eine entfernte Bursa (Schleimbeutel)

Der Schleimbeutel ist aufgeschnitten, die in ihm befindliche Flüssigkeit ist ausgelaufen. Die Wand des Schleimbeutels Bursa olecrani) ist etwa 5-6 mm dick

Kann bei der Entfernung des Schleimbeutels am Ellenbogen der hier in der Nähe verlaufende Ellennerv verletzt werden?

Ellennerv

Lage des Ellennervs bei Op einer Bursitis olecrani

Es ist richtig, dass in der Nähe des Schleimbeutels am inneren Ellenbogen (dort wo jeder schon einmal den Musikantenknochen gespürt hat) der Ellennerv verlauft.

Die Abb. zeigt den Ellennerven, (roter Pfeil) der hier bei einer anderen Operation freigelegt wurde und die Lage des Schleimbeutels (blauer Pfeil)

bei stark angeschwollenem Schleimbeutel liegen Nerv und Schleimbeutel nicht sehr weit auseinander.

Wenn der operative Eingriff von einem erfahrenen Chirurgen, Orthopäden oder Handchirurgen vorgenommen wird, ist das Risiko, dass dieser Nerv verletzt wird, extrem klein. Ganz besonders, wenn eine Blutleere und vollständige Betäubung des Arms, zum Beispiel mit einer Plexusanästhesie, gemacht wurden.

Was kann ich selbst dazu beitragen, das Operationsrisiko gering zu halten?
Neben der schon erwähnten – sehr selten Schädigung des Ellennerven (Nervus ulnaris) – kann es bei einer operativen Entfernung des Schleimbeutels (Bursektomie) zu einem Infekt und auch zu einem ausgedehntem Bluterguss (Hämatom) im Operationsgebiet kommen:

  1. Achten Sie in den Tagen vor der Operation darauf, sich im Bereich des angeschwollenen Schleimbeutels nicht aufzustützen und sich auch nicht die geringste Hautschädigung zu zuziehen! Solche winzigen Wunden sind mit einer großen Zahl von Bakterien besiedelt, die auch durch die vor der Operation gemachte Hautdesinfektion nicht sicher zu eliminieren sind.
  2. Wenn Sie regelmäßig blutverdünnende Medikamente wie Aspirin®, ASS 100®, Iscover ®, Marcumar®….einnehmen, so sollten Sie schon bei der Terminplanung zur Operation mit dem operierenden Arzt absprechen, wann Sie diese Medikamente absetzen müssen.
    (Nicht weniger wichtig: Fragen Sie bei dieser Gelegenheit auch, ob nach Absetzen dieser Medikamente Heparin (oder ähnlich wirkende Substanzen) gespritzt werden müssen.

Kann die Operation ambulant vorgenommen werden?
Ja. Viele Chirurgen, Orthopäden und Handchirurgen entfernen den Schleimbeutel am Ellenbogen ambulant. Eine Stationäre Behandlung ist geboten bei hohem Operationsrisiko oder wenn die Betreuung zuhause in den ersten 24 Stunden nicht zu gewährleisten ist.

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