Katzenkratz-Krankheit

Katzenkratz-Krankheit (geschwollene Lymphknoten)

Wie verläuft die Katzenkratzkrankheit?
Katzen_Kratz_KrankheitAn der Stelle des Kratzers entsteht zunächst die rotbraune Blase, die häufig als Insektenstich fehlgedeutet wird. Die Stelle selbst ist meist nicht schmerzhaft.

In dieser Stelle vermehrt sich der Erreger und dringt in den Körper ein!

Der Arzt bezeichnet die Stelle, von der aus die Bakterien in den Körper eindringen auch als Inokulationsverletzung

Welche Bakterien verursachen denn die Katzenkratz-Krankheit?
Die meisten Katzenkratz-Erkrankungen werden durch das Bakterium Bartonella henselae verursacht.

Wie verläuft die Erkrankung dann weiter?
Nach ein paar Wochen kommt es zu einer Schwellung der Lymphknoten. Die von dem Bakterium Bartonella henselae befallen Lymphknoten können mehrere Zentimeter im Durchmesser werden. Die Haut über dem befallenen Lymphknoten ist gerötet, warm und recht druckempfindlich. Gelegentlich bricht ein Lymphknoten durch die Haut und es entleert sich Eiter.

Wo befinden sich die Lymphknoten die schwellen?
Dies hängt ganz von der Verletzungsstelle (Kratzstelle) ab. Liegt diese beispielsweise an Hand oder Unterarm, so sind die Lymphknoten des Ellenbogens oder der Achselhöhle angeschwollen. Manchmal beobachtet man auch die Anschwellung von Hals- oder Nackenlymphknoten.

Liegt die Inokulationsverletzung am Bein, so sind die Lymphknoten der Leiste angeschwollen.

(Lymphknoten – manchmal auch als Lymphdrüse bezeichnet – sind Teile des körpereigenen Abwehrsystem. Ein gesunder Lymphknoten hat die Größe und Form einer Miniaturbohne und ist nur selten unter der Haut zu ertasten!)

Besteht bei der Katzkratz-Krankheit auch Fieber?
Das wichtigste Symptom der Katzenkratz-Krankheit sind die angeschwollenen Lymphknoten. Manche Betroffene leiden jedoch an Allgemeinsymptomen wie erhöhter Körpertemperatur, Kopfschmerz, Abgeschlagenheit.

Darüber hinaus gibt es sehr selten atypische Verlaufsformen mit Befall von Leber und Milz, Knochen und Gelenken. Ja sogar ein Befall des Auges kann vorkommen.

Muss man bei der Betreuung von Kranken, die an einer Katzenkratz-Krankheit leiden, mit der Möglichkeit rechnen sich selbst zu infizieren?
Nein! Das Bakterium Bartonella henselae wird durch den Speichel der Katze übertragen. Auch wenn es in einzelnen Familien mehrere Betroffen mit Katzenkratz-Krankheit geben kann, so kommt dies durch den Kontakt mit der gleichen infizierten Katze zustande und nicht durch eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch.

Wie wird die Katzenkratz-Krankheit behandelt?
Das Bakterium Bartonella henselae ist auf mehrere gängige Antibiotika wie z.B. Doxycillin, Cibrofloxacin…..empfindlich. Mit diesen – oder einer Vielzahl anderer Antibiotika – kann die Krankheit gut therapiert werden. Nach überstandener Katzenkratz-Krankheit besteht eine lebenslange Immunität. (D.h. man kann die Erkrankung nur einmal im Leben durchmachen!)

Wie verläuft die Katzenkratz-Krankheit, wenn sie nicht mit Antibiotika behandelt wird?
Bei Menschen mit guter Abwehrlage verläuft die Erkrankung auch ohne Antibiotika recht gutartig. Die meisten Symptome klingen innerhalb eines Monats ab. Allerdings beobachtet man oft eine monatelange Schwellung der befallenen Lymphknoten.

Was muss mit der Katze geschehen, von der die Katzenkratz-Krankheit ausgeht. Muss sie eingeschläfert werden?
Nein! Ein Tierarzt sollte aber dennoch konsultiert werden, um das Tier von dem Erreger zu befreien. Da die Erreger Bartonella henselae oft durch Flöhe von Katze zu Katze übertragen werden, ist es wichtig, die Umgebung der Katze frei von Flöhen zu bekommen.  (Streunende andere Katzen sind hier das Problem!)

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