Katzenbiss OP-Nachsorge

Nachsorge: Operation eines Katzenbiss

Was ist bei der Nachsorge von Bissverletzungen einer Katze zu beachten?
Die größte Gefahr nach einer operativ versorgten Katzenbissverletzung, besteht darin, dass der Infekt erneut auftritt!

Was ist in einem solchen Fall zu tun?
Beim erneuten auftretenden des Infekt muss ebenfalls früh operativ eingegriffen werden. Die sich neu bildenden Eiterherde müssen operativ entfernt werden und wiederum muss abgestorbenes oder schwer durchblutungsgestörtes Gewebe entfernt werden, um den Infekt die Grundlage zu entziehen.

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Die Eiterherde (Abb.) müssen bei der Revision-Operation wie auch bei der primären Operation konsequent entfernt werden.

Ist die Behandlung eines Katzenbisses stationär erforderlich?
Dies hängt vom Einzelfall ab. Schwere Infekte benötigen eine fortlaufende Überwachung, häufige Verbandwechsel und oft auch eine intravenöse (über einen Tropf) verabreichte Antibiotika- Behandlung. Dies lässt sich sicherlich am besten während eines stationären Aufenthaltes realisieren.

Welche Folgen sind durch eine Katzenbissverletzung möglich?
Bei sehr schweren und ausgedehnten Verletzungen, besonders am Handrücken, kommt es oft zum größeren Absterben der Haut und des Fettgewebes. Solche Weichteildefekte können zusätzlich kompliziert werden, dass auch Sehnen oder Knochen freiliegen.

WeichteildefektDie hier freiliegen Sehnen machen auch nachdem der Infekt abgeklungen ist, eine weitere komplizierte Nachoperation erforderlich, um den ausgedehnten Weichteildefekt zu verschließen.

Was ist in solchen Fällen zu tun?
Solange nicht die Sehnen, Knochen oder Gelenke freiliegen, kann der Defekt durch ein Hauttransplantat (Spalthauttransplantat) gedeckt werden. Wenn Sehnen, Knochen oder Gelenke freiliegen, sind oft in der Nachsorge aufwendige Verpflanzungen von Hautlappen mit in den Hautlappen befindlichen Blutgefäßen notwendig. Dies sind recht komplizierte Eingriffe, und diese werden meist nur in speziell ausgerichteten Fachabteilungen durchgeführt.

Wie sieht es mit der Beweglichkeit nach einer Bissverletzung und einem eintretendem Infekt aus?

Verband_Daumennach einer Infektion infolge eines Bisses droht eine schwere Bewegungsstörung der Finger.
Bereit durch Anlage der Verbände kann diesen Bewegungsstörungen vorgebeugt werden. Hier sind spezielle Verbände notwendig, die eine Beweglichkeit der Finger ermöglichen. (Soweit es der Infekt zulässt)

Bei schweren Weichteilinfektionen, die in Folge eines Katzen- oder Hundebisses entstehen, beobachtet man sehr häufig Bewegungsstörungen. Diese Bewegungsstörungen sind ursächlich auf ausgedehnte Verklebungen von Beuge- und Strecksehnen oder auch von Gelenkkapseln zurückzuführen. Bewegungsstörungen, gerade nach Bissverletzungen können die gesamte Handfunktion schwer beeinträchtigende Spätfolge darstellen.

Was kann in solchen Fällen einer schlechten Beweglichkeit gemacht werden?
Ganz wichtig ist, bei einer sich abzeichnenden Bewegungsstörung ein frühes Einsetzen krankengymnastischer oder ergotherapeutischer Therapie, um die Schwere der Bewegungsstörung zu verringern. Bei einer einmal aufgetretenen Bewegungsstörung kann eine Sekundäroperation sinnvoll sein.

Was wird bei einer solchen Sekundäroperation gemacht?
In einem solchen Fall werden die ausgedehnten Verwachsungen und oft die kontrakten Narben gelöst, sodass die Sehnen wieder besser gleiten können.

Welche Ergebnisse sind bei einem solchen Sekundäreingriff zu erwarten?
Bei der Sehnenlösung (Tenolyse) gelingt oft eine Besserung der Beweglichkeit, allerdings in vielen Fällen keine Normalisierung.

Warum ist eine Normalisierung der Handfunktion nicht möglich?
Durch die Bissverletzungen entstehen oft nicht nur direkte Schäden an Sehnen, Knochen und Gelenken, sondern auch die Gewebe, in denen die Sehnen gleiten, werden durch den Biss selbst oder die nachfolgende Infektion zerstört, auch durch eine spätere Sehnenlösung lässt sich dieses zerstörte Gleitgewebe der Sehnen nicht wieder herstellen, sodass durch eine solche Tenolyse eine Bewegungsbesserung, nicht aber eine Bewegungsnormalisierung zu erwarten ist.

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