Hundebiss Nachsorge

Folgeschäden und Nachsorge nach Hundebissen

Was ist bei der Nachsorge von Hundebissen zu beachten?
Die größte Gefahr nach einer  Hundebiss Verletzung, besteht darin, dass der Infekt erneut auftritt.

Was ist im Falle eines wieder auftretenden Infektes zu tun?
Beim erneuten auftretenden Infekten muss früh operativ eingegriffen werden. Die sich neu bildenden Eiterherde müssen operativ entfernt werden und wiederum muss abgestorbenes oder schwer durchblutungsgestörtes Gewebe entfernt werden, um dem Infekt die Grundlage zu entziehen.
Auch bei der Revisionsoperation ist ein wiederholtes ausspülen des gesamten Wundgebietes sehr sinnvoll, um die Keimzahl zu vermindern.

GrundgelenkempyemGerade bei Biss Verletzung, die im Gelenkbereich liegen besteht eine hohe Rückfallquote.

Die Gelenkräume sind bei einer Operation schwer zu erreichen.

Welche Folgen sind durch eine Hundebiss Verletzung zu erwarten?
Bei sehr schweren und ausgedehnten Infektionen, besonders am Handrücken, kommt es oft zum größeren Absterben der Haut und des Fettgewebes. Solche Weichteildefekte können zusätzlich kompliziert werden, dass auch Sehnen oder Knochen freiliegen.

Was ist im Falle eines größeren Weichteildefektes zu tun?
Solange nicht die Sehnen, Knochen oder Gelenke freiliegen, kann der Defekt durch ein Hauttransplantat (Spalthauttransplantat) gedeckt werden. Wenn Sehnen, Knochen oder Gelenke freiliegen, sind oft in der Nachsorge aufwendige Verpflanzungen von Hautlappen mit in den Hautlappen befindlichen Blutgefäßen notwendig. Dies sind recht komplizierte Eingriffe, und diese werden meist nur in speziell ausgerichteten Fachabteilungen durchgeführt.

Wie sieht es mit der Beweglichkeit nach einem Hundebiss und einem eintretendem Infekt aus?
Bei schweren Weichteilinfektionen, die in Folge eines Katzen- oder Hundebisses entstehen, beobachtet man sehr häufig Bewegungsstörungen. Diese Bewegungsstörungen sind ursächlich auf ausgedehnte Verklebungen von Beuge- und Strecksehnen oder auch von Gelenkkapseln zurückzuführen. Bewegungsstörungen, gerade nach Hundebissen können die gesamte Handfunktion schwer beeinträchtigende Spätfolge darstellen.

Was kann in solchen Fällen einer schlechten Beweglichkeit gemacht werden?
Ganz wichtig ist, bei einer sich abzeichnenden Bewegungsstörung ein frühes Einsetzen krankengymnastischer oder ergotherapeutischer Therapie, um die Schwere der Bewegungsstörung zu verringern. Bei einer einmal aufgetretenen Bewegungsstörung kann eine Sekundäroperation sinnvoll sein.

Was wird bei einer solchen Nachoperation gemacht?
In einem solchen Fall werden die ausgedehnten Verwachsungen und oft die kontrakten Narben gelöst, sodass die Sehnen wieder besser gleiten können.

Welche Ergebnisse sind bei einem solchen Sekundäreingriff zu erwarten?
Durch die Biss Verletzungen entstehen oft nicht nur direkte Schäden an Sehnen, Knochen und Gelenken, sondern auch die Gewebe, in denen die Sehnen gleiten, werden durch den Biss selbst oder die nachfolgende Infektion zerstört.

Durch eine spätere Sehnenlösung lässt sich dieses zerstörte Gleitgewebe der Sehnen nicht wieder herstellen, sodass durch eine solche Tenolyse eine Bewegungsbesserung, nicht aber eine Bewegungsnormalisierung zu erwarten ist.

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